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Cloud-Hosting vs. Self-Hosting - Was ist besser für deine Website?
#Hosting#Cloud#SelfHosting#Server#Webhosting
Cloud-Hosting oder doch ein eigener Server? Wenn du eine Website für euren Betrieb planst, stolperst du früher oder später über diese Frage. Ich erkläre dir den Unterschied in einfachen Worten, rechne die echten Kosten durch und sage dir ehrlich, wann sich welcher Weg auszahlt.
Artikel zuletzt geändert am 1.8.2026
René
Autor von diesem Artikel und Gründer von webgaudi.at
Spoiler vorweg: Für die allermeisten Firmenwebsites ist Cloud-Hosting die bessere Wahl. Trotzdem hat Self-Hosting seine Berechtigung, nur eben an anderer Stelle, als viele glauben. In diesem Artikel erfährst du den Unterschied zwischen beiden Varianten, was Hosting 2026 wirklich kostet und wann sich ein eigener Server tatsächlich auszahlt.
Cloud-Hosting oder Self-Hosting: Worin liegt der Unterschied?
Beim Cloud-Hosting läuft deine Website auf einem Netzwerk aus vielen verbundenen Servern, das ein Anbieter wie Vercel, Cloudflare oder AWS für dich betreibt. Beim Self-Hosting betreibst du den Server selbst: zuhause, im Büro oder als gemietete Maschine im Rechenzentrum. Der Kernunterschied ist also nicht die Technik, sondern die Verantwortung. In der Cloud kümmert sich der Anbieter um Updates, Sicherheit und Ausfälle, beim eigenen Server bist du das selbst.
Meine Lieblingsanalogie dazu: Cloud-Hosting ist wie All-Inclusive-Urlaub, Self-Hosting wie die eigene Ferienwohnung. Im Hotel musst du dich um nichts kümmern, in der Ferienwohnung kannst du die Möbel verrücken, stehst dafür aber auch selbst am Herd, wenn der Abfluss verstopft.
Was ist Cloud-Hosting?
Cloud-Hosting bedeutet, dass deine Website nicht auf einem einzelnen Rechner liegt, sondern auf einem Netzwerk aus vielen Servern, die oft über die ganze Welt verteilt sind. Fällt einer aus, übernehmen die anderen, deine Besucher merken davon nichts. Und weil die Inhalte über ein Content Delivery Network (CDN) vom jeweils nächstgelegenen Server ausgeliefert werden, lädt die Seite in Wels genauso flott wie in New York. Wie so ein CDN im Detail funktioniert, habe ich im Artikel über die Server-Infrastruktur von Vercel erklärt.
Gut zu wissen
Die Ladezeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Website: Besucher springen nach wenigen Sekunden ab, und Google reiht schnelle Seiten in den Suchergebnissen weiter oben (mehr dazu in unserem Artikel über Suchmaschinenoptimierung). Unsere eigenen Kundenprojekte laden auf Cloud-Infrastruktur im Schnitt in 0,8 Sekunden.
Vorteile von Cloud-Hosting
Skalierbarkeit: Deine Website passt sich automatisch an den Bedarf an. Auch bei einem plötzlichen Besucheransturm bleiben die Ladezeiten kurz.
Hohe Verfügbarkeit: Fällt ein Server aus, übernehmen andere. Deine Website bleibt erreichbar.
Sicherheit inklusive: Firewalls, DDoS-Schutz und SSL sind bei den großen Anbietern standardmäßig dabei, betreut von spezialisierten Teams.
Kein Wartungsaufwand: Updates und Serverpflege übernimmt der Anbieter. Du konzentrierst dich auf dein Geschäft.
Nachteile von Cloud-Hosting
Vendor Lock-in: Wer stark auf die Spezialfunktionen eines Anbieters baut, wechselt später nur mit Aufwand. Mit statischen Websites bleibt der Umzug allerdings einfach.
Weniger Kontrolle: Wartungsfenster und technische Entscheidungen des Anbieters musst du hinnehmen.
Daten liegen extern: Deine Daten liegen auf fremden Servern. Bei US-Anbietern braucht es einen genauen Blick auf den Datenschutz.
Achtung: Überlastung
Es kommt regelmäßig vor, dass Websites zusammenbrechen, wenn unerwartet viele Besucher kommen, etwa nach einem viralen Instagram-Post oder einer Fernsehausstrahlung. Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich die meisten Menschen für euren Betrieb interessieren, ist die Seite dann weg. Ein einzelner Server ohne automatische Skalierung ist dafür besonders anfällig, ein Cloud-Netzwerk fängt solche Spitzen automatisch ab.
Bekannte Cloud-Hosting-Anbieter
Vercel: Optimiert für moderne Web-Frameworks wie Next.js und Astro, mit globalem CDN und automatischem Deployment. Hier hosten auch wir die Websites unserer Kunden.
Cloudflare: Bekannt für CDN- und Sicherheitslösungen, hostet mit Cloudflare Pages auch statische Websites.
Amazon Web Services (AWS): Der größte Cloud-Anbieter mit riesigem Baukasten, abgerechnet nach dem Pay-as-you-go-Prinzip.
Self-Hosting bedeutet, dass du deine Website oder deinen Onlineshop auf deinem eigenen Server betreibst. Du bist der Chef über Hardware, Betriebssystem und Software, und damit auch für Updates, Sicherheit und Backups selbst verantwortlich. Der Klassiker ist übrigens die selbst gehostete WordPress-Installation am Webspace, mit allen Wartungspflichten, die ich im Artikel über WordPress als sinkendes Schiff beschrieben habe.
Vorteile von Self-Hosting
Volle Kontrolle: Du entscheidest über Software, Firewall und Betriebssystem, ohne Vorgaben eines Anbieters.
Keine technischen Grenzen: Spezielle Anforderungen, exotische Software, eigene Datenbanken: alles möglich.
Datenhoheit: Deine Daten verlassen dein Haus nicht. Für sensible private Daten ein echtes Argument.
Nachteile von Self-Hosting
Laufender Aufwand: Updates, Sicherheit, Backups und Monitoring liegen komplett bei dir, dauerhaft.
Know-how nötig: Ohne solides technisches Verständnis wird der Betrieb schnell zum Risiko.
Heim-Internet als Flaschenhals: Entscheidend ist die Upload-Geschwindigkeit, und die ist bei Privatanschlüssen meist mager. Rechenzentren hängen an mehreren Gigabit.
Kein Ausfallschutz: Stromausfall, Router-Neustart oder defekte Festplatte, und deine Seite ist offline.
Eigener Server oder Cloud: Was ist besser für deine Firmenwebsite?
Für eine Firmenwebsite ist Cloud-Hosting in fast allen Fällen die bessere Wahl. Cloud-Hosting lohnt sich immer dann, wenn die Website zuverlässig erreichbar sein muss, ohne dass sich jemand hauptberuflich darum kümmert. Und genau das trifft auf Selbstständige und KMUs zu: Ob Tischler in Linz oder Steuerberater in Wien, die Website soll Anfragen bringen und sonst bitte keine Arbeit machen.
Wie viel “zuverlässig erreichbar” wert ist, zeigt eine einfache Rechnung, die kaum jemand macht: Selbst stolze 99 % Verfügbarkeit bedeuten 87,6 Stunden Ausfall pro Jahr, also mehr als drei Tage. Erst ab 99,99 % reden wir von unter einer Stunde. Solche Werte erreichst du zuhause praktisch nie, große Cloud-Netzwerke garantieren sie vertraglich.
So viel Ausfallzeit steckt in der Verfügbarkeits-Angabe
Ausfallstunden pro Jahr bei der jeweils zugesicherten Verfügbarkeit
Laut der Annual Outage Analysis 2025 des Uptime Institute kostete bei 54 % der befragten Unternehmen der letzte größere IT-Ausfall über 100.000 US-Dollar, bei jedem fünften sogar über eine Million. Bei einem KMU geht es zum Glück um kleinere Beträge, aber das Prinzip bleibt: Jede Stunde offline sind verlorene Anfragen, und zwar genau dann, wenn dich jemand sucht.
Interessant an derselben Studie: Die mit Abstand häufigste Ursache für schwere Ausfälle ist mit 54 % die Stromversorgung. Rechenzentren begegnen dem mit Notstrom und redundanten Leitungen. Der Server im Abstellraum hat davon genau nichts, ein Stromausfall oder ein neugieriger Staubsauger-Roboter am Steckdosenleisten-Schalter reicht.
Website mit KI gebaut und jetzt?
Immer öfter kommen Kunden zu uns, die ihre Website mit ChatGPT, Lovable oder Claude selbst gebaut haben und jetzt vor der Hosting-Frage stehen. Genau dafür haben wir ein eigenes Angebot: Wir prüfen den Code, übernehmen Hosting und Betreuung eurer KI-Website und richten Domain, E-Mail, Impressum und Datenschutz ein, ohne Einrichtungskosten.
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Sicherer, als es die meisten Heimserver oder selbst verwaltete Einzelserver je sein können, weil sich beim Cloud-Anbieter ganze Teams hauptberuflich um nichts anderes kümmern. Die Bedrohungslage ist nämlich ernster, als viele glauben: Allein Cloudflare hat laut seinem Threat Report 2026 im Jahr 2025 47,1 Millionen DDoS-Angriffe abgewehrt, ein Plus von 121 % gegenüber dem Vorjahr. Bei einer DDoS-Attacke bombardieren tausende gekaperte Rechner eine Website gleichzeitig mit Anfragen, bis sie in die Knie geht. Ein Cloud-Netzwerk verteilt diese Last einfach, ein einzelner Server kippt um.
Diese Angriffe treffen nicht nur Konzerne. Sie laufen vollautomatisch über Bots, die das Netz nach verwundbaren Servern durchsuchen, auch nach dem der kleinen Bäckerei in Graz. Wer selbst hostet, steht in dieser Schusslinie allein: Sicherheitsupdates einspielen, Firewall pflegen, Angriffe erkennen, alles Handarbeit. Wie schnell das schiefgeht, zeigt WordPress als beliebtestes Self-Hosting-System: Laut einer Analyse von Sucuri basierten über 90 % aller gehackten CMS-Websites auf WordPress, meist wegen veralteter Plugins.
Serverstandort, DSGVO und Österreich
Die DSGVO schreibt keinen Serverstandort in der EU vor, macht das Leben mit einem aber deutlich einfacher, Details dazu in den FAQs weiter unten. Anbieter wie easyname in Wien oder Hetzner in Deutschland nehmen dir hier viel Kopfzerbrechen ab. Und falls du Datenschutz bisher nur als lästige Pflicht siehst: Sauber umgesetzt macht er deine Website sogar schneller, wie ich im Artikel darüber zeige, wie der Cookie-Banner deine Website bis zu 23x schneller macht.
Wie betreibe ich einen eigenen Server?
Du hast zwei Möglichkeiten: einen physischen Server zuhause beziehungsweise im Büro aufstellen, oder eine dedizierte Maschine im Rechenzentrum mieten. Fürs Zuhause-Hosting brauchst du eine schnelle Internetleitung mit hohem Upload (nicht Download!), eine sauber konfigurierte Firewall und die Bereitschaft, Anfragen aus dem Internet in dein Heimnetz zu lassen. Genau dieser letzte Punkt ist ein echtes Sicherheitsrisiko, das gerne unterschätzt wird.
Wenn es unbedingt ein eigener Server sein soll, empfehle ich die gemietete Variante im Rechenzentrum: volle Kontrolle, aber professionelle Anbindung, Strom und Kühlung inklusive.
easyname: Österreichischer Anbieter mit Serverstandort in Wien, praktisch für kurze Wege beim Support und beim Datenschutz.
Hetzner: Bekannt für ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, Rechenzentren großteils in Deutschland und seit einigen Jahren auch mit eigenem Cloud-Angebot.
OVHcloud: Einer der größten europäischen Anbieter mit breiter Palette an dedizierten Servern.
Was kostet Hosting im Monat?
Die ehrliche Antwort überrascht viele: Eine kleine, statische Firmenwebsite lässt sich 2026 für 0 Euro im Monat hosten. Der Hobby-Plan von Vercel ist dauerhaft gratis und beinhaltet 100 GB Datentransfer pro Monat samt globalem CDN und DDoS-Schutz, auch Cloudflare Pages hostet statische Websites kostenlos. Gemietete Cloud- und dedizierte Server, etwa bei Hetzner, werden stundengenau oder monatlich abgerechnet, kleine Cloud-Server gibt es für ein paar Euro im Monat.
Beim Heimserver sieht die Rechnung anders aus, als es der Basteltrieb gerne hätte. Ein Raspberry Pi 5 mit 8 GB RAM kostet durch die explodierten Speicherpreise inzwischen 184,90 € (Stand August 2026), vom alten 35-Euro-Image ist da nichts mehr übrig. Dazu kommt der Strom: Bei einem österreichischen Strompreis von rund 28 Cent pro kWh kostet ein sparsamer Raspberry Pi mit etwa 5 Watt im Dauerbetrieb rund 12 € Strom im Jahr, ein ausgedienter Büro-PC mit 60 Watt dagegen schon rund 147 € im Jahr. Der “kostenlose” alte Rechner im Keller ist damit teurer als so manches Profi-Hosting.
Mein Tipp
Fürs Experimentieren und Lernen ist ein Raspberry Pi trotzdem großartig, ich habe selbst welche im Einsatz. Nur die Firmenwebsite, mit der ihr Geld verdient, gehört nicht darauf. Basteln und Business trennen, dann haben beide Seiten ihre Freude.
Wie schnell lädt eure Website wirklich?
Ob gutes Hosting dahintersteckt, sieht man an der Ladezeit. Schick uns den Link zu eurer Website und wir sagen dir ehrlich, wo sie steht und was mehr Tempo bringen würde.
Nextcloud, Fotos und Heimserver: Wann sich Self-Hosting auszahlt
Self-Hosting zahlt sich vor allem dort aus, wo es nicht um eine öffentliche Website geht, sondern um deine privaten Daten: eine eigene Dateiwolke mit Nextcloud statt Dropbox, das Foto-Backup der Familie auf dem NAS oder der selbst gehostete Passwort-Manager. Solche Dienste müssen nur für dich erreichbar sein, idealerweise über ein VPN und gar nicht offen im Internet. Fällt der Server mal eine Stunde aus, ärgert das niemanden außer dich.
Eine Firmenwebsite ist das genaue Gegenteil: Sie muss rund um die Uhr öffentlich, schnell und angriffssicher sein, für jeden, überall. Meine Meinung dazu ist deshalb klar: Fileserver und Bastelprojekte nach Hause, die Website in die Cloud. Wer beides vermischt, holt sich die Risiken des öffentlichen Internets direkt ins Wohnzimmer.
So triffst du die richtige Entscheidung
Stell dir zum Schluss diese drei Fragen, dann fällt die Wahl fast von selbst:
Hast du technisches Know-how und die Zeit, dich dauerhaft um einen Server zu kümmern?
Wie teuer wäre ein Ausfall deiner Website, wenn Kunden dich genau dann suchen?
Geht es um eine öffentliche Website oder um private Daten, die nur du brauchst?
Aus meiner Erfahrung landen fast alle Selbstständigen und KMUs bei derselben Antwort: Cloud-Hosting für die Website, und den Bastelspaß, wenn überhaupt, privat. Wenn du dir unsicher bist, was für euer Projekt passt, beraten wir dich gerne persönlich und unverbindlich. Ich betreibe beide Welten seit Jahren selbst und sage dir ehrlich, was du brauchst und was nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Hosting und Self-Hosting?
Beim Cloud-Hosting läuft deine Website auf einem Netzwerk aus vielen Servern, das ein Anbieter wie Vercel, Cloudflare oder AWS für dich betreibt. Updates, Sicherheit und Ausfallsicherheit übernimmt der Anbieter, du zahlst dafür eine monatliche Gebühr oder nach Verbrauch.
Beim Self-Hosting betreibst du deinen eigenen Server, entweder zuhause, im Büro oder als gemietete Maschine im Rechenzentrum. Du hast die volle Kontrolle über Software, Betriebssystem und Daten, bist aber auch selbst für Wartung, Backups und Sicherheitsupdates verantwortlich.
Kurz gesagt: Cloud-Hosting ist wie All-Inclusive-Urlaub, Self-Hosting wie die eigene Ferienwohnung. Für die meisten Selbstständigen und KMUs in Österreich ist Cloud-Hosting die entspanntere und sicherere Wahl.
Wer kümmert sich um das Hosting, wenn ich eine Website erstellen lasse?
Wenn du deine Website von einer Agentur erstellen lässt, übernimmt diese in der Regel auch das Hosting und den technischen Betrieb. Du brauchst dich dann weder um Server, noch um Updates, SSL-Zertifikate oder Backups zu kümmern. Frag aber unbedingt vorher nach, ob das im Angebot enthalten ist, denn manche Webdesigner liefern nur die Website und lassen dich mit der Technik allein.
Wir bei webgaudi.at hosten alle Kundenwebsites auf einer modernen Cloud-Infrastruktur und übernehmen Wartung, Sicherheit und Performance-Optimierung komplett. Egal ob du Tischler in Linz oder Steuerberater in Wien bist: du bekommst alles aus einer Hand und hast einen direkten Ansprechpartner, wenn etwas sein sollte. Melde dich gerne unverbindlich bei uns.
Was kostet ein eigener Server im Monat?
Ein gemieteter Server im Rechenzentrum startet bei wenigen Euro im Monat für kleine Cloud-Server, dedizierte Maschinen mit eigener Hardware kosten deutlich mehr, je nach Ausstattung. Abgerechnet wird meist stundengenau oder monatlich, Anschaffungskosten fallen keine an.
Beim Server zuhause zahlst du zuerst die Hardware und danach laufend Strom: Ein sparsamer Raspberry Pi kommt bei rund 28 Cent pro kWh auf etwa 1 € Strom im Monat, ein alter PC im Dauerbetrieb schnell auf über 12 € monatlich, nur für Strom (eigene Berechnung auf Basis der österreichischen Strompreise 2026).
Zum Vergleich: Eine kleine statische Website lässt sich bei Anbietern wie Vercel sogar gratis hosten. Der eigene Server rechnet sich rein finanziell also fast nie, sein Wert liegt in Kontrolle und Lerneffekt.
Kann ich meine Website auf einem Raspberry Pi hosten?
Ja, technisch ist das möglich und ein Raspberry Pi ist dafür ein spannendes Bastelprojekt. Der Stromverbrauch ist minimal und für eine kleine private Website oder zum Lernen reicht die Leistung locker aus. Günstig wie früher ist er allerdings nicht mehr: Durch die gestiegenen Speicherpreise kostet ein Raspberry Pi 5 mit 8 GB RAM inzwischen rund 185 €.
Für eine geschäftliche Website rate ich davon ab. Dein Heim-Internet hat meist eine langsame Upload-Geschwindigkeit, bei einem Stromausfall oder Router-Neustart ist deine Seite offline und du öffnest dein Heimnetzwerk für Zugriffe von außen, was ein echtes Sicherheitsrisiko ist.
Wenn Kunden über Google nach dir suchen und deine Seite gerade nicht erreichbar ist, kostet dich das bares Geld. Für alles, womit du Geld verdienst, zahlt sich professionelles Hosting definitiv aus.
Kann ich Nextcloud zu Hause selbst hosten?
Ja, und das ist einer der Fälle, in denen Self-Hosting wirklich Sinn macht. Nextcloud läuft problemlos auf einem Raspberry Pi oder NAS und ersetzt dir Dropbox und Google Drive: Dateien, Fotos, Kalender und Kontakte bleiben komplett bei dir zuhause.
Der große Unterschied zu einer Website: Deine private Dateiwolke muss nur für dich erreichbar sein. Am sichersten machst du den Zugriff von unterwegs über ein VPN, dann hängt dein Heimnetz gar nicht offen im Internet. Und wenn der Server mal kurz offline ist, ärgert das niemanden außer dich.
Meine Empfehlung deshalb: Fileserver und private Cloud gerne selbst hosten, die öffentliche Firmenwebsite dagegen in professionelle Hände beziehungsweise in die Cloud geben. Das sind zwei völlig verschiedene Anforderungen.
Muss mein Server wegen der DSGVO in der EU stehen?
Die DSGVO schreibt keinen Serverstandort in der EU zwingend vor, sie verlangt aber, dass personenbezogene Daten datenschutzkonform verarbeitet werden. Bei Anbietern außerhalb der EU, vor allem aus den USA, ist das rechtlich komplizierter und du brauchst zusätzliche Garantien wie Standardvertragsklauseln.
Am einfachsten machst du es dir mit einem Serverstandort in der EU, etwa bei easyname in Wien oder Hetzner in Deutschland. Damit bist du bei Kontaktformularen, Newsletter-Anmeldungen und Kundendaten auf der sicheren Seite und kannst das auch sauber in deiner Datenschutzerklärung abbilden.
Wichtig: Auch der beste Serverstandort hilft nichts, wenn die Website selbst unsicher konfiguriert ist. SSL-Verschlüsselung, aktuelle Software und sparsame Datenerhebung sind mindestens genauso wichtig. Im Zweifel hilft dir die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) oder ein spezialisierter Anwalt weiter.
Kann ich mein Hosting ohne Ausfallzeit wechseln?
Ja, ein Hosting-Wechsel ist ohne spürbare Ausfallzeit möglich, wenn er richtig gemacht wird. Der Trick: Die Website wird zuerst vollständig auf dem neuen Server eingerichtet und getestet, erst dann wird die Domain umgestellt. Besucher landen so nahtlos auf dem neuen Server.
Der kritische Punkt ist die DNS-Umstellung, also der Moment, in dem deine Domain auf den neuen Server zeigt. Mit einer vorher reduzierten TTL (der Gültigkeitsdauer der DNS-Einträge) dauert die Umschaltung nur wenige Minuten statt Stunden.
Aus meiner Erfahrung scheitern Umzüge meist nicht an der Technik, sondern an vergessenen Details wie E-Mail-Konten, Weiterleitungen oder SSL-Zertifikaten. Wenn du unsicher bist, übernehmen wir den kompletten Umzug deiner Website gerne für dich.
Hat das Hosting Einfluss auf mein Google-Ranking?
Ja, und zwar deutlicher als viele glauben. Google bewertet die Ladezeit und die Core Web Vitals deiner Website, und beides hängt direkt vom Hosting ab. Ein langsamer, überlasteter Server bedeutet längere Antwortzeiten und damit schlechtere Karten im Ranking.
Auch die Verfügbarkeit spielt mit: Ist deine Seite regelmäßig offline, wenn Google sie crawlen will, wirkt sich das negativ aus. Ein CDN, das deine Inhalte weltweit verteilt, verbessert die Ladezeit für alle Besucher, egal ob sie aus Graz, Wels oder dem Ausland kommen.
Wir setzen bei unseren Projekten auf statisch generierte Websites auf Cloud-Infrastruktur, weil wir damit konstant sehr kurze Ladezeiten erreichen. Mehr zum Thema findest du in unserem Artikel zur Suchmaschinenoptimierung.
Brauche ich Domain und Hosting getrennt?
Domain und Hosting sind zwei verschiedene Dinge: Die Domain ist deine Adresse im Internet (zum Beispiel deinefirma.at), das Hosting ist der Speicherplatz, auf dem deine Website tatsächlich liegt. Du brauchst beides, kannst es aber beim selben oder bei verschiedenen Anbietern kaufen.
Viele Hoster bieten Pakete an, bei denen die Domain inklusive ist. Das ist bequem, aber nicht immer die beste Lösung. Es kann sich auszahlen, die Domain bei einem eigenen Domain-Anbieter zu registrieren, denn dann kannst du das Hosting später jederzeit wechseln, ohne die Domain umziehen zu müssen.
Wichtig für Österreich: .at-Domains werden zentral über nic.at verwaltet und sind bei praktisch jedem Anbieter erhältlich. Achte darauf, dass die Domain auf deinen Namen registriert wird und nicht auf den der Agentur, damit sie wirklich dir gehört.
Wie oft sollte ich Backups meiner Website machen?
Als Faustregel gilt: so oft, wie sich deine Inhalte ändern. Bei einem Onlineshop mit täglichen Bestellungen brauchst du tägliche (besser stündliche) Backups, bei einer statischen Firmenwebsite reicht ein Backup nach jeder inhaltlichen Änderung.
Entscheidend ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien deiner Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort. Ein Backup, das auf demselben Server liegt wie die Website, ist im Ernstfall wertlos, etwa wenn der Server gehackt wird oder ausfällt.
Bei unseren Projekten liegt der gesamte Website-Code versioniert in Git, dadurch ist jeder Stand jederzeit wiederherstellbar und ein klassisches Backup-Problem existiert gar nicht erst. Beim Self-Hosting musst du dich hingegen selbst um eine saubere Backup-Strategie kümmern, das wird gerne unterschätzt.
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