Sichtfenster-Check für Briefumschläge: Kostenloser PDF-Checker für alle Größen

Du hast einen Brief gestaltet. Sieht super aus. PDF exportiert, ausgedruckt, gefaltet, in den Umschlag gesteckt – und dann das: Die Adresse guckt nur halb durchs Sichtfenster. Oder der Brief passt gar nicht in den Umschlag. Klassiker. Damit dir das nicht passiert, findest du hier alles, was du über Briefformate wissen musst. Welche Umschlaggrößen gibt es? Wo genau sitzt das Sichtfenster? Wie falte ich richtig? Welche Abstände gelten?

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A4 Hochformat, max. 16MB

Lade dein A4-PDF hoch und sieh sofort, welcher Bereich durch das Sichtfenster von DIN Lang, C6/C5 und C4 Umschlägen sichtbar wäre. 100% kostenlos und kein Login nötig.

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Die Vorschau orientiert sich an gängigen Fensterpositionen. Gerade bei C4 und bei Spezialkuverts lohnt sich zusätzlich immer ein Test mit dem tatsächlich eingesetzten Umschlag.

Briefumschlag-Formate im Überblick

Die gängigen Briefumschläge in Österreich, Deutschland und der Schweiz basieren auf ISO 269 und DIN 678. Das Prinzip ist simpel: Die C-Reihe ist so dimensioniert, dass Papier der A-Reihe hineinpasst, die B-Reihe liegt größenmäßig dazwischen. Weil alle Reihen auf dem Seitenverhältnis 1:√2 beruhen, bleibt das Format beim Halbieren oder Falten proportional.

Hier die wichtigsten Formate auf einen Blick:

FormatMaße (mm)Passend fürTypische Verwendung
DIN Lang (DL)110 × 220A4 mit Normfaltung auf ein Drittel gefaltetStandard-Geschäftsbrief
C6/C5114 × 229A4 mit Normfaltung auf ein Drittel gefaltetGeschäftsbriefe, etwas größer für mehr Seiten
C4229 × 324A4 ungefaltetVerträge, Zeugnisse, Bewerbungen
C5162 × 229A5 oder A4 einmal gefaltetDokumente, die flacher bleiben sollen
C6114 × 162A6 oder A4 zweimal gefaltetEinladungen, Karten, Privatpost
B4250 × 353C4 oder A4 ungefaltetGrößere Versandtaschen
B5176 × 250C5 oder A5Etwas großzügiger als C5

Rund 80 % aller Geschäftsbriefe im deutschsprachigen Raum werden im DIN-Lang-Format verschickt. Das „Lang” bezieht sich übrigens auf die längliche Form des Umschlags, er ist fast so breit wie ein A4-Blatt, aber nur 110 mm hoch.

Der DIN Lang ist also der Klassiker für den Alltag. Für die automatische Kuvertierung ist C6/C5 sehr verbreitet, weil leichter reinpasst. Wenn du Unterlagen verschickst, die nicht geknickt werden sollen (etwa Verträge, Zeugnisse oder Bewerbungsunterlagen) greifst du zum C4.

Ein Bild von verschiedenen Briefumschlägen mit einem Sichtfenster

Größere Kuverts: mehr Platz, aber weniger Toleranz im Fenster

Kuverts wie C5 oder C6/C5 bieten dir mehr Volumen als ein klassischer DIN-Lang-Umschlag. Das ist praktisch, wenn du mehrere Seiten, dickeres Papier oder zusätzliche Beilagen verschickst.

Gleichzeitig hat der Inhalt darin aber mehr Spielraum zum Verrutschen. Genau das ist bei Fensterkuverts wichtig: Je lockerer der gefaltete Brief im Umschlag sitzt, desto kleiner wird deine reale Toleranz, damit die Adresse im sichtbaren Bereich des Fensters bleibt.

Plane daher bei größeren Fensterkuverts immer etwas mehr Sicherheitsabstand rund um die Adresse ein und teste deine Briefe mit unserem kostenlosen PDF Sichtfenster Checker.

Das Sichtfenster am Briefumschlag – DIN 680

Das Sichtfenster (auch Adressfenster oder Fensterdurchbruch) ist die transparente Stelle am Umschlag, durch die die Empfängeradresse sichtbar wird. Damit das zuverlässig funktioniert, regelt die DIN 680 genau, wo dieses Fenster sitzen muss und wie groß es sein darf.

Fenstermaße nach Umschlagformat

Für DIN Lang, C6 und C6/C5 liegt das Sichtfenster in der in Deutschland üblichen DIN-680-Anordnung 20 mm vom linken und 15 mm vom unteren Rand entfernt und ist 90 × 45 mm groß.

Bei C4-Fensterhüllen sind größere Fenster verbreitet, häufig 90 × 55 mm. Hier gibt es je nach Hersteller und Verwendungszweck aber unterschiedliche Ausführungen. Gerade bei C4 solltest du deshalb immer das konkret verwendete Kuvert prüfen.

DIN Lang (DL)

Eine Skizze von einem DIN Lang Briefumschlag mit einem Sichtfenster und allen Abmessungen in Millimeter eingezeichnet

DIN C6/C5 (C6/5)

Eine Skizze von einem DIN C6/C5 Briefumschlag mit einem Sichtfenster und allen Abmessungen in Millimeter eingezeichnet

DIN C4 (Ganzblatt)

Eine Skizze von einem DIN C4 Briefumschlag mit einem Sichtfenster und allen Abmessungen in Millimeter eingezeichnet

Schweizer Kuverts mit rechtem Sichtfenster

Während in Deutschland und Österreich das linke Sichtfenster der Standard ist, setzt die Schweiz traditionell auf ein Fenster auf der rechten Seite. Das hat einen einfachen Grund: Die Schweizer Briefnorm platziert die Empfängeradresse rechts auf dem Couvert, spiegelverkehrt zum deutschen Aufbau. Die Schweizerische Post verkauft Standardcouverts deshalb explizit mit rechtem Fenster. Die Fensteröffnung bei Schweizer Rechts-Fenster-Couverts ist mit 90 × 45 mm genauso groß wie beim deutschen Standard, nur eben spiegelverkehrt.

Praktische Konsequenz: Wer von Deutschland oder Österreich in die Schweiz versendet (oder umgekehrt), muss vorab prüfen, welche Fensterseite das verwendete Kuvert hat. Ein Brief, dessen Adresse nach DIN 5008 für ein linkes Fenster gestaltet ist, zeigt bei einem Schweizer Rechts-Fenster-Couvert nur eine leere Fläche. Umgekehrt gilt das Gleiche. Gerade bei internationalen Geschäftsbriefen im DACH-Raum ist das eine häufige Fehlerquelle.

Nicht jedes Schweizer Unternehmen nutzt das rechte Fenster. Manche verwenden auch linke Fensterkuverts, wie sie in Deutschland üblich sind. Der Rechts-Standard ist aber der in der Schweiz verbreitete Normalfall und die Variante, die du als Standard findest.

Fenstermaterial

Das Fenster ist in der Regel mit Pergamin-Papier (einem dünnen, transparenten Material) abgedeckt. Das kennt man auch von Klarsichthüllen. Manche Umschläge haben einen offenen Durchbruch ohne Abdeckung, funktioniert genauso, sieht aber weniger elegant aus.

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DIN 5008: So baust du deinen Brief richtig auf

Die DIN 5008 ist die deutsche Norm für Geschäftsbriefe und regelt quasi alles: Seitenränder, Schriftgrößen, wo das Datum steht, wo die Adresse hingehört. Klingt trocken, ist aber extrem praktisch, denn wenn du dich dran hältst, passt dein Brief automatisch in jeden Fensterumschlag.

Seitenränder

  • Fluchtlinie / Textbeginn: 25 mm vom linken Blattrand
  • Anschriftfeld: 20 mm vom linken Blattrand, die eigentliche Beschriftung beginnt darin ebenfalls auf der 25-mm-Fluchtlinie
  • Rechter Rand: Die Norm arbeitet hier nicht mit einer so eingängigen Einheitszahl wie links. In der Praxis sind etwa 20 mm ein gut lesbarer Richtwert.

Das Anschriftfeld

Das ist der Bereich, der durchs Sichtfenster sichtbar sein muss. Und der ist genau definiert:

  • Form A: Anschriftfeld beginnt 27 mm von oben und 20 mm von links
  • Form B: Anschriftfeld beginnt 45 mm von oben und 20 mm von links
  • Feldgröße: 85 mm breit × 45 mm hoch

Innerhalb dieses Felds gibt es zwei Zonen:

  • Obere 17,7 mm: Hier stehen Zusatzvermerke und die Rücksendeangabe (diese winzige Absenderzeile über der Adresse)
  • Untere 27,3 mm: Die eigentliche Empfängeradresse – 6 Zeilen, das reicht für Name, Straße, PLZ und Ort

Der Informationsblock

Rechts neben dem Anschriftfeld kann ein Informationsblock sitzen. Dort stehen Dinge wie Datum, Telefonnummer oder E-Mail. In den DIN-5008-Mustern beginnt dieser Bereich bei 125 mm von links. Das ist optional, aber im Geschäftsalltag üblich.

Form A oder Form B? Beide Formen sind mit Fensterumschlägen kompatibel. Der Unterschied liegt nicht im linken Rand, sondern in der Höhe des Briefkopfs und damit in der vertikalen Position des Anschriftfelds. Form A hat einen kürzeren, Form B einen höheren Briefkopf.

Faltarten: So kommt der Brief in den Umschlag

Je nach Umschlagformat wird dein A4-Blatt unterschiedlich gefaltet. Die richtige Faltung sorgt dafür, dass die Adresse exakt im Sichtfenster landet.

Wickelfalz (Einbruchfalz)

Die häufigste Faltung für DIN-Lang-Umschläge. So geht’s:

  1. Bei Briefbögen nach DIN 5008 an den Falzmarken falten, nicht blind in exakte Drittel
  2. Bei Form A liegen die Falzmarken bei 87 mm und 192 mm von oben, bei Form B bei 105 mm und 210 mm

Ergebnis: Ein auf 105 mm Höhe gefalteter Brief, der sauber in DIN Lang oder C6/C5 passt und das Anschriftfeld korrekt ins Fenster bringt.

Eine Skizze von einem Papier, welches im Wickelfalz gefalten wurde

Zickzackfalz (Z-Falz)

Gleiche Falzmarken wie beim Wickelfalz, aber die Faltrichtung wechselt: Das untere Blattsegment geht nach oben, das obere nach hinten. Der Brief sieht von der Seite aus wie ein Z.

Vorteil: Der Brief lässt sich flacher auseinanderfalten und bleibt nicht so hartnäckig „zusammengerollt” wie beim Wickelfalz.

Eine Skizze von einem Papier, welches im Zickzackfalz gefalten wurde

Einfachfalz (Halbbruchfalz)

Eine einzige Faltung genau in der Mitte – bei 148,5 mm. Wird für C5-Umschläge verwendet. Simpel, aber nur für kürzere Briefe oder Formulare geeignet.

Keine Faltung

C4-Umschläge nehmen das A4-Blatt komplett ungefaltet auf. Ideal für alles, was professionell und knitterfrei ankommen soll: Bewerbungen, Verträge, Zeugnisse, Urkunden.

Die meisten Fehler entstehen nicht bei der Adresse selbst, sondern bei der Kombination aus Briefvorlage, Falzart und Kuvert. Gerade bei C4 und bei nicht normgenauen Kuverts hilft deshalb nur die Praxisprobe. Unser Online Sichtfenster Checker zeigt dir sofort, ob dein PDF grundsätzlich passt.

Maschinelle Lesbarkeit: OCR und Briefsortierung

Wenn dein Brief bei der Post eingeworfen wird, durchläuft er in den Verteilzentren eine automatische Sortierung. Dabei lesen OCR-Systeme (Optical Character Recognition) die Empfängeradresse direkt vom Umschlag ab. Die Maschine erkennt PLZ und Ort und leitet den Brief in die richtige Richtung weiter.

Damit das zuverlässig funktioniert, solltest du bei der Gestaltung deines Briefs ein paar Dinge beachten:

  • Schriftart: Verwende eine serifenlose, aufrechte Schrift wie Arial, Helvetica oder Calibri. Handschriftliche, kursive oder dekorative Schriften sind für OCR-Systeme schwer bis gar nicht lesbar.
  • Schriftgröße: Zwischen 10 und 12 Punkt. Zu kleine Schrift wird nicht erkannt, zu große sprengt das Adressfeld.
  • Kontrast: Dunkle Schrift auf hellem Hintergrund. Farbige Schrift auf farbigem Papier ist problematisch. Die OCR-Software arbeitet in der Regel mit Graustufen.
  • Positionierung: Adressblock linksbündig und ohne Leerzeilen zwischen den Adresszeilen. Die Deutsche Post empfiehlt außerdem, die letzten beiden Zeilen (PLZ/Ort und ggf. Land) nicht zu unterstreichen oder fett zu setzen.
  • Keine Grafiken im Adressfeld: Logos, Wasserzeichen oder Hintergrundbilder im Bereich der Empfängeradresse stören die Erkennung.

Wenn die OCR-Erkennung fehlschlägt, wird der Brief manuell nachcodiert. Das kostet Zeit und kann bei großen Sendungsmengen zu Verzögerungen führen. Bei Serienbriefen und automatisiertem Versand lohnt es sich deshalb besonders, auf maschinelle Lesbarkeit zu achten.

Freimachungs- und Codierzonen auf dem Umschlag

Neben der Adresse selbst gibt es auf jedem Briefumschlag festgelegte Zonen, die für die maschinelle Verarbeitung frei bleiben müssen. Diese Zonen sind bei Fensterbriefumschlägen besonders relevant, weil das Sichtfenster mitten in der Lesezone liegt:

  • Frankierzone (oben rechts): Hier sitzt die Briefmarke oder Freimachung. Dieser Bereich muss frei von Beschriftung und Grafiken bleiben. Bei der Deutschen Post sind das mindestens 74 × 40 mm in der oberen rechten Ecke.
  • Codierzone (unterer Rand): Die Sortiermaschine druckt hier einen fluoreszierenden Strichcode auf den Umschlag. Unsichtbar für das Auge, aber lesbar für die nächste Maschine in der Kette. Dieser Bereich muss über die gesamte Breite des Umschlags frei bleiben, in einer Höhe von ca. 15 mm vom unteren Rand.
  • Lesezone (Adressbereich): Der Bereich, den die OCR-Kamera erfasst. Hier darf außer der Empfängeradresse nichts stehen. Keine Absenderhinweise, keine Werbung, keine QR-Codes.

Bei Fensterbriefumschlägen sollte die Adresse mindestens 3 mm Abstand zu den Fensterkanten haben, damit die Schrift nicht vom Fensterrand verdeckt wird und die OCR-Kamera den Text sauber erfassen kann.

Länderspezifische Anforderungen

Für die Österreichische Post gelten ähnliche Empfehlungen und Richtlinien: linksbündige Adresse, rund 5 mm Abstand um den Adressblock, freie Frankierzone oben rechts und freie Codierzone am unteren Rand. Die Versalhöhe der Schrift soll zwischen 2,5 und 4,7 mm liegen (entspricht etwa 10–12 Punkt), und es sind ausschließlich lateinische Zeichen in Schwarz erlaubt.

Auch die Schweizerische Post setzt auf automatisierte Sortierung und empfiehlt maschinenlesbare Adressgestaltung. Die empfohlene Schrifthöhe liegt hier zwischen 3,0 und 9,8 mm, wobei auch die Schweizerische Post 10–12 Punkt als optimal ansieht. Besonders relevant ist hier die Kombination mit dem rechten Sichtfenster: Die Adresse muss sowohl die Schweizer Positionierungsregeln als auch die OCR-Anforderungen erfüllen.

Alle großen Postdienste im DACH-Raum (Deutschlang, Österreich, Schweiz) arbeiten mit Hochleistungs-Sortiermaschinen, die bis zu 40.000 Briefe pro Stunde verarbeiten. Wenn die OCR-Erkennung fehlschlägt, wird die Adresse per Videocodierung manuell nacherfasst: Ein Mitarbeiter sieht ein Bild des Umschlags auf dem Bildschirm und tippt die PLZ ein. Das verlangsamt den Prozess und kann bei großen Sendungsmengen zu spürbaren Verzögerungen führen.

Prüfe dein PDF kostenlos mit unserem Sichtfenster Checker für Briefe

Wenn du nicht bloß raten möchtest, ob deine Adresse im Sichtfenster sauber sitzt. Nutze unseren PDF Sichtfenster Checker. Dazu ladest du einfach dein A4-Hochformat-PDF hoch und siehst sofort die Vorschau für DIN Lang, C6/C5 und C4.

Praktische Tipps: Brief erstellen, der durchs Fenster passt

Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick – damit dein nächster Brief auf Anhieb sitzt:

  1. Adressfeld sauber aufbauen: Bei Form A beginnt es 27 mm von oben, bei Form B 45 mm von oben. Die eigentliche Beschriftung startet auf der 25-mm-Fluchtlinie.
  2. Schriftgröße für die Adresse: 10 bis 12 Punkt. Kleiner wird’s durch die Folie schwer lesbar, größer passt eventuell nicht mehr ins Fenster.
  3. Lass Ränder um die Adresse: Das Fenster hat physische Kanten, und wenn der Text zu knapp dran ist, wird er teilweise verdeckt.
  4. Nutze unseren PDF Sichtfenster Checker und prüfe dein Layout vor dem Drucken. Spart Papier, Nerven und Umschläge.
  5. Teste final mit echten Umschlägen: Nicht jeder Hersteller hält sich millimetergenau an die DIN-Maße. Ein Probebrief an dich selbst zeigt dir, ob alles passt.
  6. Internationale Post: Das Zielland kommt auf die letzte Zeile der Adresse und wird in GROSSBUCHSTABEN geschrieben - so empfiehlt es der Weltpostverein (UPU).
  7. Papiergewicht beachten: Standard-Kopierpapier hat 80 g/m² und lässt sich problemlos falten. Premium-Papier mit 100–120 g/m² fühlt sich wertiger an, knickt aber schärfer. Ab 120 g/m² besser C4 oder C5 ohne Faltung verwenden.

Was kostet ein Brief? Porto im Überblick

Die Portokosten hängen nicht nur vom Gewicht ab, sondern auch vom Format des Umschlags. Ein leichter Brief im großen C4-Umschlag kostet mehr als derselbe Brief im DIN-Lang-Kuvert.

Österreich (Stand: März 2026)

ProduktMax. GewichtMax. Maße (mm)Preis
Brief S20 g235 × 162 × 51,00 EUR
Brief M75 g235 × 162 × 51,55 EUR

Für größere Sendungen (C4-Umschläge, dickere Briefe) gibt es bei der Österreichischen Post Zusatzoptionen wie Einschreiben oder Sendungsverfolgung.

Deutschland (Stand: März 2026)

ProduktMax. GewichtMax. Maße (mm)Preis
Standardbrief20 g235 × 125 × 050,95 EUR
Kompaktbrief50 g235 × 125 × 101,10 EUR
Großbrief500 g353 × 250 × 201,80 EUR
Maxibrief1.000 g353 × 250 × 502,90 EUR

Aktuelle Preise findest du auf deutschepost.de.

Schweiz (Stand: März 2026)

ProduktMax. GewichtMax. Maße (mm)A-PostB-Post
Standardbrief100 g250 x 176 x 201,20 CHF1,00 CHF
Midibrief500 g250 x 176 x 201,70 CHF1,40 CHF
Grossbrief1.000 g353 x 250 x 202,50 CHF2,00 CHF

A-Post kommt am nächsten Werktag, B-Post laut Schweizer Post in maximal 3 Werktagen von Montag bis Freitag. Details auf post.ch.

Porto-Falle Format: Ein DIN-Lang-Brief mit 20 g kostet in Deutschland 0,95 EUR (Standardbrief). Steckst du denselben Brief in einen C4-Umschlag, wird’s ein Großbrief und kostet 1,80 EUR. Gleiches Gewicht, fast doppelter Preis. Nur wegen des Formats.

Briefpapier-Design: Tipps für professionelle Geschäftspost

Ein gut gestaltetes Briefpapier macht einen Unterschied. Es transportiert deine Marke, wirkt professionell und muss trotzdem mit dem Sichtfenster harmonieren.

Logo-Platzierung

Das Logo gehört in den Briefkopf oben links oder mittig. Wichtig: Es darf nicht in den Bereich des Anschriftfelds ragen (also nicht in die Zone ab 27 mm von oben bei Form A). Sonst verdeckt es möglicherweise die Adresse im Fenster.

Farben und Schriften

  • Halte dich an dein Corporate Design. Aber sei sparsam: jede Sonderfarbe erhöht die Druckkosten bei professionellem Offsetdruck.
  • Für den Fließtext: Seriöse, gut lesbare Schriften. Arial, Calibri, Helvetica, aber bitte kein Comic Sans.
  • Die Adresse selbst muss in einer schnörkellosen Schrift sein. Das erleichtert die maschinelle Erkennung bei der Post.

Wenn du tiefer in das Thema Schriftwahl einsteigen willst, findest du in unserem Artikel zu Google Fonts und Datenschutz zusätzliche Hintergründe zu Lesbarkeit, Dateiformaten und zur sauberen technischen Einbindung von Schriftarten auf Webseiten.

Falzmarken und Lochmarke

Das sind die kleinen horizontalen Striche am linken Rand deines Briefpapiers. Sie helfen beim exakten Falten und Lochen:

  • Lochmarke: bei 148,5 mm (Mitte des Blatts)
  • Falzmarken Form A: bei 87 mm und 192 mm von oben
  • Falzmarken Form B: bei 105 mm und 210 mm von oben

Viele vergessen die Falzmarken. Dabei sind sie genau die kleine Hilfe, um den Brief einfach und korrekt zu falten. Besonders bei Serienbriefen oder vorgedrucktem Briefpapier sind sie Gold wert.

Druck- und Versanddienstleister: Vom PDF zum fertigen Brief

Druck- und Versanddienstleister (auch Lettershops genannt) übernehmen den gesamten physischen Prozess. Du lieferst ein PDF, der Dienstleister druckt, faltet, kuvertiert, frankiert und verschickt den Brief für dich. Das lohnt sich besonders bei Serienbriefen, Rechnungen, Mahnungen oder Behördenpost, wo du regelmäßig viele gleichartige Briefe versendest.

Was Druckdienstleister konkret übernehmen

  • Druck: Dein PDF wird auf Briefpapier gedruckt. wahlweise in Schwarzweiß oder Farbe, einseitig oder doppelseitig.
  • Kuvertierung: Der Brief wird gefaltet und in den passenden Umschlag gesteckt. Inklusive Sichtfenster, damit die Adresse korrekt sichtbar ist.
  • Frankierung und Versand: Der Dienstleister frankiert die Briefe (oft zu vergünstigten Geschäftskundenkonditionen) und übergibt sie direkt an die Post.
  • Beilagen: Viele Anbieter können zusätzliche Beilagen (Flyer, Rückumschläge, Formulare) automatisiert mit einlegen.

Bekannte Anbieter im DACH-Raum

  • E-POST Mailer (Deutsche Post): Der hauseigene Hybridbrief-Service der Deutschen Post. Du sendest dein Dokument digital, die Post druckt und verschickt den physischen Brief. Inklusive CO₂-reduziertem Versand über GoGreen Plus.
  • LetterXpress bietet eine REST-API-Schnittstelle, über die du Briefe direkt aus deiner Software heraus versenden kannst. Besonders beliebt bei Softwareentwicklern und für automatisierte Prozesse.
  • Binect: Digitaler Briefversand mit API-Anbindung und Fulfillment-Partnern, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

Wenn du einen Druckdienstleister nutzt, ist es besonders wichtig, dass dein PDF-Layout exakt stimmt. Denn anders als beim manuellen Kuvertieren korrigiert niemand mehr die Position von Hand. Teste dein Layout deshalb vorab mit unserem PDF Sichtfenster Checker, bevor du es an den Dienstleister übergibst.

Automatisierte Briefe direkt aus deiner Software

Wenn du Briefprozesse nicht nur sauber gestalten, sondern gleich automatisieren willst, ist das ebenfalls möglich. Wir entwickeln individuelle Software und Verwaltungstools, aus denen direkt PDFs für Briefe, Rechnungen, Bescheide oder andere Dokumente erzeugt werden können.

Diese Dokumente können anschließend automatisiert an Druck- und Versanddienstleister übergeben werden, damit Briefe ohne manuelle Zwischenschritte gedruckt, kuvertiert und versendet werden. Gerade bei wiederkehrenden Verwaltungsprozessen spart das Zeit, reduziert Fehler und macht Abläufe messbar effizienter.

Wenn du dafür eine passende Lösung suchst, melde dich einfach bei uns. Wir bauen solche individuellen Softwareanwendungen für unsere Kunden.

Häufige Fragen zu Briefformaten

Kann ich den PDF-Sichtfenster-Check auch am Handy verwenden?
Ja, grundsätzlich funktioniert das Tool auch auf mobilen Geräten. Für komfortables Arbeiten ist es aber klar auf Desktop oder Laptop ausgelegt, weil du dort die A4-Vorschau und die Fensteransicht deutlich besser nebeneinander beurteilen kannst. Am Smartphone musst du je nach Displaybreite mit horizontalem Scrollen rechnen. Wenn du ein wichtiges Serienbrief-Layout prüfst, ist der PDF Sichtfenster Checker am größeren Bildschirm die bessere Wahl.
Welche PDF eignet sich für den Sichtfenster-Check am besten?
Am besten verwendest du die finale Druck-PDF in A4 Hochformat, also genau die Datei, die später wirklich in den Versand geht. Nur dann prüfst du dieselben Abstände, Schriftgrößen und Positionen, die später auch im echten Fensterkuvert relevant sind. Entwürfe aus Word oder Screenshots helfen nur eingeschränkt. Das Tool auf dieser Seite ist bewusst auf A4-Hochformat-PDFs ausgerichtet.
Warum zeigt das Tool mehrere Kuvertvorschauen wie DIN Lang, C6/C5 und C4?
Weil sich die sichtbare Fensterzone je nach Kuvertformat unterscheidet. Ein Layout, das in einem DIN-Lang-Umschlag sauber funktioniert, muss nicht automatisch auch in C6/C5 oder C4 gleich gut sitzen. Mit der Mehrfachvorschau kannst du dieselbe PDF-Datei schnell gegen mehrere typische Fensterbereiche testen und dadurch früh erkennen, ob du für verschiedene Versandarten unterschiedliche Layouts brauchst.
Wie groß muss das Adressfeld auf meinem Brief sein?
Nach DIN 5008 ist das Anschriftfeld 85 mm breit und 45 mm hoch. Davon entfallen die oberen 17,7 mm auf Zusatzvermerke und die Rücksendeangabe, während die eigentliche Empfängeradresse 27,3 mm hoch ist. Diese Fläche reicht typischerweise für sechs Zeilen. Wichtig ist aber nicht nur die Feldgröße, sondern auch die konkrete Position auf dem Blatt. Wenn dein Briefkopf oder deine Abstände davon abweichen, solltest du die fertige PDF-Datei mit dem Vorschau-Tool auf dieser Seite testen.
Was ist der Unterschied zwischen DIN 5008 Form A und Form B?
Form A und Form B unterscheiden sich vor allem in der Höhe des Briefkopfs und damit in der vertikalen Position des Anschriftfelds. Bei Form A beginnt das Anschriftfeld 27 mm von oben, bei Form B 45 mm von oben. Beide Formen sind grundsätzlich mit Fensterumschlägen kompatibel. Form B bietet mehr Platz für Logo und Briefkopf, Form A wirkt kompakter. Wenn du mit einer individuellen Vorlage arbeitest, solltest du das Ergebnis zusätzlich mit unserem PDF Vorschau-Tool kontrollieren.
Brauche ich für Bewerbungen ein spezielles Briefformat?
Für Bewerbungen wird meist ein C4-Umschlag verwendet, damit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse ungeknickt und ordentlich ankommen. Das wirkt professioneller und erspart harte Falzkanten in wichtigen Unterlagen. Wenn du deine Bewerbung trotzdem in einem Fensterumschlag oder in einem speziell gestalteten PDF verschicken willst, kannst du mit dem Sichtfenster Checker auf dieser Seite vorab kontrollieren, wie der relevante Bereich im Kuvert erscheint.