Sichtfenster beim Briefumschlag: Maße, Position und kostenloser PDF-Check
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Das Sichtfenster eines DIN-Lang-Briefumschlags ist 90 × 45 mm groß und sitzt 20 mm vom linken und 15 mm vom unteren Rand entfernt. Dieselben Maße gelten nach DIN 680 auch für C6 und C6/C5, nur beim C4 sitzt das Fenster oben und ist meist etwas höher. Wenn du dein A4-PDF danach aufbaust, ist die Adresse nach dem Falten komplett lesbar.
Klingt einfach, geht in der Praxis aber ständig schief. Brief gestaltet, PDF exportiert, ausgedruckt, gefaltet, kuvertiert und die Adresse guckt nur halb durchs Fenster. Klassiker. Damit dir das nicht passiert, findest du hier alle Sichtfenster-Maße und Positionen, den richtigen Briefaufbau nach DIN 5008, die passenden Faltarten und einen kostenlosen PDF-Checker, der dir sofort zeigt, ob deine Adresse im Fenster sitzt.
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Neu dazugekommen ist das Einzeichnen von Falzmarken. Mit einem Klick zeichnet das Tool die Faltmarkierungen nach DIN 5008 Form B (bei 105 mm und 210 mm von oben) direkt in dein PDF ein und du kannst die Datei mit Falzmarken herunterladen oder gleich ausdrucken. Mehr dazu weiter unten im Artikel.
Die Vorschau orientiert sich an gängigen Fensterpositionen. Gerade bei C4 und bei Spezialkuverts lohnt sich zusätzlich immer ein Test mit dem tatsächlich eingesetzten Umschlag.
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Briefumschlag-Formate im Überblick
Die gängigen Briefumschläge in Österreich, Deutschland und der Schweiz basieren auf ISO 269 und DIN 678. Das Prinzip ist simpel: Die C-Reihe ist so dimensioniert, dass Papier der A-Reihe hineinpasst, die B-Reihe liegt größenmäßig dazwischen. Weil alle Reihen auf dem Seitenverhältnis 1:√2 beruhen, bleibt das Format beim Halbieren oder Falten proportional.
Hier die wichtigsten Formate auf einen Blick:
| Format | Maße (mm) | Passend für | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| DIN Lang (DL) | 110 × 220 | A4 mit Normfaltung auf ein Drittel gefaltet | Standard-Geschäftsbrief |
| C6/C5 | 114 × 229 | A4 mit Normfaltung auf ein Drittel gefaltet | Geschäftsbriefe, etwas größer für mehr Seiten |
| C4 | 229 × 324 | A4 ungefaltet | Verträge, Zeugnisse, Bewerbungen |
| C5 | 162 × 229 | A5 oder A4 einmal gefaltet | Dokumente, die flacher bleiben sollen |
| C6 | 114 × 162 | A6 oder A4 zweimal gefaltet | Einladungen, Karten, Privatpost |
| B4 | 250 × 353 | C4 oder A4 ungefaltet | Größere Versandtaschen |
| B5 | 176 × 250 | C5 oder A5 | Etwas großzügiger als C5 |
Interessanter Fakt
Rund 80 % aller Geschäftsbriefe im deutschsprachigen Raum werden im DIN-Lang-Format verschickt. Das "Lang" bezieht sich übrigens auf die längliche Form des Umschlags, er ist fast so breit wie ein A4-Blatt, aber nur 110 mm hoch.
Der DIN Lang ist also der Klassiker für den Alltag. Für die automatische Kuvertierung ist C6/C5 sehr verbreitet, weil leichter reinpasst. Wenn du Unterlagen verschickst, die nicht geknickt werden sollen (etwa Verträge, Zeugnisse oder Bewerbungsunterlagen) greifst du zum C4.
Größere Kuverts: mehr Platz, aber weniger Toleranz im Fenster
Kuverts wie C5 oder C6/C5 bieten dir mehr Volumen als ein klassischer DIN-Lang-Umschlag. Das ist praktisch, wenn du mehrere Seiten, dickeres Papier oder zusätzliche Beilagen verschickst.
Gleichzeitig hat der Inhalt darin aber mehr Spielraum zum Verrutschen. Genau das ist bei Fensterkuverts wichtig: Je lockerer der gefaltete Brief im Umschlag sitzt, desto kleiner wird deine reale Toleranz, damit die Adresse im sichtbaren Bereich des Fensters bleibt.
Plane daher bei größeren Fensterkuverts immer etwas mehr Sicherheitsabstand rund um die Adresse ein und teste deine Briefe mit meinem kostenlosen PDF Sichtfenster Checker.
Sichtfenster am Briefumschlag – Maße und Position nach DIN 680
Das Sichtfenster (auch Adressfenster oder Fensterdurchbruch) ist die transparente Stelle am Umschlag, durch die die Empfängeradresse sichtbar wird. Fensterumschläge sind genormt. Die DIN 680 regelt genau, wo das Fenster sitzen muss und wie groß es sein darf.
Sichtfenster-Maße nach Umschlagformat
Für DIN Lang, C6 und C6/C5 liegt das Sichtfenster in der in Deutschland üblichen DIN-680-Anordnung 20 mm vom linken und 15 mm vom unteren Rand entfernt und ist 90 × 45 mm groß.
Bei C4-Fensterhüllen sind größere Fenster verbreitet, häufig 90 × 55 mm, positioniert im oberen Bereich des Umschlags. Hier gibt es je nach Hersteller und Verwendungszweck aber unterschiedliche Ausführungen. Gerade bei C4 solltest du deshalb immer das konkret verwendete Kuvert prüfen.
Bei C5-Fensterumschlägen (A4 einmal gefaltet) ist das Fenster ebenfalls 90 × 45 mm groß und sitzt 20 mm von links, aber 60 mm vom unteren Rand entfernt, also deutlich höher als bei DIN Lang. Einzelne Hersteller weichen davon ab. Miss im Zweifel dein konkretes Kuvert nach oder wirf einen Blick ins Datenblatt.
| Umschlag | Fenstergröße | Abstand links | Vertikale Position |
|---|---|---|---|
| DIN Lang (DL) | 90 × 45 mm | 20 mm | 15 mm vom unteren Rand |
| C6 | 90 × 45 mm | 20 mm | 15 mm vom unteren Rand |
| C6/C5 | 90 × 45 mm | 20 mm | 15 mm vom unteren Rand |
| C5 | 90 × 45 mm | 20 mm | 60 mm vom unteren Rand |
| C4 | häufig 90 × 55 mm | 20 mm | ca. 58 mm vom oberen Rand |
DIN Lang (DL)
Beim DIN-Lang-Umschlag (110 × 220 mm) sitzt das Sichtfenster 20 mm vom linken und 15 mm vom unteren Rand, bei 90 mm Breite und 45 mm Höhe.
DIN C6/C5 (C6/5)
Beim C6/C5-Umschlag (114 × 229 mm) gilt dieselbe Fensterposition wie bei DIN Lang. 90 × 45 mm groß, 20 mm von links, 15 mm von unten. Durch die paar Millimeter mehr Umschlaghöhe hat der gefaltete Brief allerdings etwas mehr Spiel zum Verrutschen.
DIN C4 (Ganzblatt)
Beim C4-Umschlag (229 × 324 mm) sitzt das Fenster im oberen Bereich, weil das A4-Blatt ungefaltet hineinkommt. Üblich sind 20 mm von links und 58 mm vom oberen Rand bei einer Fenstergröße von 90 × 55 mm. Verlass dich hier aber nicht blind auf Standardwerte, bei C4 weichen die Hersteller am häufigsten davon ab.
Schweizer Kuverts mit rechtem Sichtfenster
Während in Deutschland und Österreich das linke Sichtfenster der Standard ist, setzt die Schweiz traditionell auf ein Fenster auf der rechten Seite. Das hat einen einfachen Grund: Die Schweizer Briefnorm platziert die Empfängeradresse rechts auf dem Couvert, spiegelverkehrt zum deutschen Aufbau. Die Schweizerische Post verkauft Standardcouverts deshalb explizit mit rechtem Fenster. Die Fensteröffnung bei Schweizer Rechts-Fenster-Couverts ist mit 90 × 45 mm genauso groß wie beim deutschen Standard, nur eben spiegelverkehrt.
Praktische Konsequenz: Wer von Deutschland oder Österreich in die Schweiz versendet (oder umgekehrt), muss vorab prüfen, welche Fensterseite das verwendete Kuvert hat. Ein Brief, dessen Adresse nach DIN 5008 für ein linkes Fenster gestaltet ist, zeigt bei einem Schweizer Rechts-Fenster-Couvert nur eine leere Fläche. Umgekehrt gilt das Gleiche. Gerade bei internationalen Geschäftsbriefen im DACH-Raum ist das eine häufige Fehlerquelle.
Gut zu wissen
Nicht jedes Schweizer Unternehmen nutzt das rechte Fenster. Manche verwenden auch linke Fensterkuverts, wie sie in Deutschland üblich sind. Der Rechts-Standard ist aber der in der Schweiz verbreitete Normalfall und die Variante, die du als Standard findest.
Fenstermaterial
Das Fenster ist in der Regel mit Pergamin-Papier (einem dünnen, transparenten Material) abgedeckt. Das kennt man auch von Klarsichthüllen. Manche Umschläge verwenden stattdessen eine dünne Kunststofffolie (meist Polyethylen oder Polypropylen). Und dann gibt es noch Umschläge mit einem offenen Durchbruch ganz ohne Abdeckung – funktioniert genauso, sieht aber weniger elegant aus.
Unterscheiden kannst du die Materialien übrigens leicht. Pergamin fühlt sich wie Papier an, wirkt leicht milchig und behält einen Knick dauerhaft. Kunststofffolie ist glasklar, glatter und federt nach dem Knicken zurück.
Recycling und Entsorgung: Pergaminfenster bestehen aus reiner Zellulose und sind vollständig recycelbar, der Umschlag darf komplett ins Altpapier. Bei Kunststofffenstern gilt in Österreich und Deutschland: Der gesamte Umschlag darf trotzdem in die Papiertonne. Du musst das Fenster also nicht vorher heraustrennen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Umschläge mit Klebestreifen.
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DIN 5008: So baust du deinen Brief richtig auf
Die DIN 5008 ist die deutsche Norm für Geschäftsbriefe und regelt quasi alles: Seitenränder, Schriftgrößen, wo das Datum steht, wo die Adresse hingehört. Klingt trocken, ist aber extrem praktisch, denn wenn du dich dran hältst, passt dein Brief automatisch in jeden Fensterumschlag.
Seitenränder
- Fluchtlinie / Textbeginn: 25 mm vom linken Blattrand
- Anschriftfeld: 20 mm vom linken Blattrand, die eigentliche Beschriftung beginnt darin ebenfalls auf der 25-mm-Fluchtlinie
- Rechter Rand: Die Norm arbeitet hier nicht mit einer so eingängigen Einheitszahl wie links. In der Praxis sind etwa 20 mm ein gut lesbarer Richtwert.
Das Anschriftfeld
Das ist der Bereich, der durchs Sichtfenster sichtbar sein muss. Und der ist genau definiert:
- Form A: Anschriftfeld beginnt 27 mm von oben und 20 mm von links
- Form B: Anschriftfeld beginnt 45 mm von oben und 20 mm von links
- Feldgröße: 85 mm breit × 45 mm hoch
Innerhalb dieses Felds gibt es zwei Zonen:
- Obere 17,7 mm: Hier stehen Zusatzvermerke und die Rücksendeangabe (diese winzige Absenderzeile über der Adresse)
- Untere 27,3 mm: Die eigentliche Empfängeradresse – 6 Zeilen, das reicht für Name, Straße, PLZ und Ort
Wohin kommt der Absender beim Brief mit Fenster?
Der Absender steht bei einem Fensterbrief nicht auf dem Umschlag, sondern im Brief selbst. Und zwar als sogenannte Rücksendeangabe in einer kleinen Schriftzeile (etwa 6 bis 8 Punkt) direkt über der Empfängeradresse, innerhalb der oberen 17,7 mm des Anschriftfelds. So ist der Absender durchs Sichtfenster mit sichtbar und der Brief findet bei Unzustellbarkeit zurück zu dir.
Den Umschlag selbst beschriftest du beim Fensterkuvert gar nicht. Wer möchte, kann den Absender zusätzlich auf die Rückseite (Umschlagklappe) drucken oder stempeln, üblich ist das vor allem bei Firmenpost. Nur bei Umschlägen ohne Fenster gehört der Absender klassisch oben links auf die Vorderseite oder ebenfalls auf die Rückseite.
Der Informationsblock
Rechts neben dem Anschriftfeld kann ein Informationsblock sitzen. Dort stehen Dinge wie Datum, Telefonnummer oder E-Mail. In den DIN-5008-Mustern beginnt dieser Bereich bei 125 mm von links. Das ist optional, aber im Geschäftsalltag üblich.
Form A oder Form B?
Beide Formen sind mit Fensterumschlägen kompatibel. Der Unterschied liegt nicht im linken Rand, sondern in der Höhe des Briefkopfs und damit in der vertikalen Position des Anschriftfelds. Form A hat einen kürzeren, Form B einen höheren Briefkopf.
Brief in Word fürs Sichtfenster einrichten
Zähl in Word keine Tabs und Leerzeilen ab, um das Adressfeld zu treffen. Das geht fast immer schief, weil sich die Position mit Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand verschiebt. Setz das Anschriftfeld stattdessen als Textfeld mit fester Position. 20 mm vom linken und 45 mm vom oberen Seitenrand (Form B), 85 mm breit und 45 mm hoch. In Word stellst du das über "Layout", "Position" und "Weitere Layoutoptionen" ein, dort lässt sich die absolute Position in Zentimetern angeben. In LibreOffice funktioniert das über einen Rahmen mit fixer Verankerung an der Seite genauso.
Noch einfacher ist eine fertige DIN-5008-Briefvorlage. Word bringt brauchbare Vorlagen mit, und viele Briefpapier-Hersteller bieten kostenlose Vorlagen mit korrekt gesetztem Anschriftfeld und Falzmarken an. Exportiere den fertigen Brief als PDF und zieh ihn in meinen PDF Sichtfenster Checker, dann siehst du sofort, ob das Adressfeld wirklich im Fenster landet. Fehlen deiner Vorlage die Falzmarken, zeichnet dir das Tool sie auf Knopfdruck ins fertige PDF ein.
Brief richtig falten für den Umschlag mit Sichtfenster
Für DIN Lang und C6/C5 faltest du dein A4-Blatt an den Falzmarken zweimal auf ein Drittel (Ergebnis 105 mm hoch), für C5 einmal in der Mitte bei 148,5 mm, und in den C4 kommt es ungefaltet. Die richtige Faltung sorgt dafür, dass die Adresse exakt im Sichtfenster landet. Wenn dein Briefpapier keine Falzmarken hat, kann mein PDF Checker sie dir übrigens direkt ins PDF einzeichnen. Hier die Faltarten im Detail.
Wickelfalz (Einbruchfalz)
Die häufigste Faltung für DIN-Lang-Umschläge. So geht's:
- Bei Briefbögen nach DIN 5008 an den Falzmarken falten, nicht blind in exakte Drittel
- Bei Form A liegen die Falzmarken bei 87 mm und 192 mm von oben, bei Form B bei 105 mm und 210 mm
Ergebnis: Ein auf 105 mm Höhe gefalteter Brief, der sauber in DIN Lang oder C6/C5 passt und das Anschriftfeld korrekt ins Fenster bringt.
Zickzackfalz (Z-Falz)
Gleiche Falzmarken wie beim Wickelfalz, aber die Faltrichtung wechselt: Das untere Blattsegment geht nach oben, das obere nach hinten. Der Brief sieht von der Seite aus wie ein Z.
Vorteil: Der Brief lässt sich flacher auseinanderfalten und bleibt nicht so hartnäckig "zusammengerollt" wie beim Wickelfalz.
Einfachfalz (Halbbruchfalz)
Eine einzige Faltung genau in der Mitte – bei 148,5 mm. Wird für C5-Umschläge verwendet. Simpel, aber nur für kürzere Briefe oder Formulare geeignet.
Keine Faltung
C4-Umschläge nehmen das A4-Blatt komplett ungefaltet auf. Ideal für alles, was professionell und knitterfrei ankommen soll: Bewerbungen, Verträge, Zeugnisse, Urkunden.
Häufigste Fehlerquelle
Die meisten Fehler entstehen nicht bei der Adresse selbst, sondern bei der Kombination aus Briefvorlage, Falzart und Kuvert. Gerade bei C4 und bei nicht normgenauen Kuverts hilft deshalb nur die Praxisprobe. Mein Online Sichtfenster Checker zeigt dir sofort, ob dein PDF grundsätzlich passt.
Maschinelle Lesbarkeit: OCR und Briefsortierung
Wenn dein Brief bei der Post eingeworfen wird, durchläuft er in den Verteilzentren eine automatische Sortierung. Dabei lesen OCR-Systeme (Optical Character Recognition) die Empfängeradresse direkt vom Umschlag ab. Die Maschine erkennt PLZ und Ort und leitet den Brief in die richtige Richtung weiter.
Damit das zuverlässig funktioniert, solltest du bei der Gestaltung deines Briefs ein paar Dinge beachten:
- Schriftart: Verwende eine serifenlose, aufrechte Schrift wie Arial, Helvetica oder Calibri. Handschriftliche, kursive oder dekorative Schriften sind für OCR-Systeme schwer bis gar nicht lesbar.
- Schriftgröße: Zwischen 10 und 12 Punkt. Zu kleine Schrift wird nicht erkannt, zu große sprengt das Adressfeld.
- Kontrast: Dunkle Schrift auf hellem Hintergrund. Farbige Schrift auf farbigem Papier ist problematisch. Die OCR-Software arbeitet in der Regel mit Graustufen.
- Positionierung: Adressblock linksbündig und ohne Leerzeilen zwischen den Adresszeilen. Die Deutsche Post empfiehlt außerdem, die letzten beiden Zeilen (PLZ/Ort und ggf. Land) nicht zu unterstreichen oder fett zu setzen.
- Keine Grafiken im Adressfeld: Logos, Wasserzeichen oder Hintergrundbilder im Bereich der Empfängeradresse stören die Erkennung.
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Wenn die OCR-Erkennung fehlschlägt, wird der Brief manuell nachcodiert. Das kostet Zeit und kann bei großen Sendungsmengen zu Verzögerungen führen. Bei Serienbriefen und automatisiertem Versand lohnt es sich deshalb besonders, auf maschinelle Lesbarkeit zu achten.
Freimachungs- und Codierzonen auf dem Umschlag
Neben der Adresse selbst gibt es auf jedem Briefumschlag festgelegte Zonen, die für die maschinelle Verarbeitung frei bleiben müssen. Diese Zonen sind bei Fensterbriefumschlägen besonders relevant, weil das Sichtfenster mitten in der Lesezone liegt:
- Frankierzone (oben rechts): Hier sitzt die Briefmarke oder Freimachung. Dieser Bereich muss frei von Beschriftung und Grafiken bleiben. Bei der Deutschen Post sind das mindestens 74 × 40 mm in der oberen rechten Ecke.
- Codierzone (unterer Rand): Die Sortiermaschine druckt hier einen fluoreszierenden Strichcode auf den Umschlag. Unsichtbar für das Auge, aber lesbar für die nächste Maschine in der Kette. Dieser Bereich muss über die gesamte Breite des Umschlags frei bleiben, in einer Höhe von ca. 15 mm vom unteren Rand.
- Lesezone (Adressbereich): Der Bereich, den die OCR-Kamera erfasst. Hier darf außer der Empfängeradresse nichts stehen. Keine Absenderhinweise, keine Werbung, keine QR-Codes.
Bei Fensterbriefumschlägen sollte die Adresse mindestens 3 mm Abstand zu den Fensterkanten haben, damit die Schrift nicht vom Fensterrand verdeckt wird und die OCR-Kamera den Text sauber erfassen kann.
Länderspezifische Anforderungen
Für die Österreichische Post gelten ähnliche Empfehlungen und Richtlinien: linksbündige Adresse, rund 5 mm Abstand um den Adressblock, freie Frankierzone oben rechts und freie Codierzone am unteren Rand. Die Versalhöhe der Schrift soll zwischen 2,5 und 4,7 mm liegen (entspricht etwa 10–12 Punkt), und es sind ausschließlich lateinische Zeichen in Schwarz erlaubt.
Auch die Schweizerische Post setzt auf automatisierte Sortierung und empfiehlt maschinenlesbare Adressgestaltung. Die empfohlene Schrifthöhe liegt hier zwischen 3,0 und 9,8 mm, wobei auch die Schweizerische Post 10–12 Punkt als optimal ansieht. Besonders relevant ist hier die Kombination mit dem rechten Sichtfenster: Die Adresse muss sowohl die Schweizer Positionierungsregeln als auch die OCR-Anforderungen erfüllen.
Schon gewusst?
Alle großen Postdienste im DACH-Raum (Deutschlang, Österreich, Schweiz) arbeiten mit Hochleistungs-Sortiermaschinen, die bis zu 40.000 Briefe pro Stunde verarbeiten. Wenn die OCR-Erkennung fehlschlägt, wird die Adresse per Videocodierung manuell nacherfasst: Ein Mitarbeiter sieht ein Bild des Umschlags auf dem Bildschirm und tippt die PLZ ein. Das verlangsamt den Prozess und kann bei großen Sendungsmengen zu spürbaren Verzögerungen führen.
Prüfe dein PDF kostenlos mit meinem Sichtfenster Checker für Briefe
Wenn du nicht bloß raten möchtest, ob deine Adresse im Sichtfenster sauber sitzt. Nutze meinen PDF Sichtfenster Checker. Dazu ladest du einfach dein A4-Hochformat-PDF hoch und siehst sofort die Vorschau für DIN Lang, C6/C5 und C4. Auf Wunsch zeichnet dir das Tool auch gleich Falzmarken nach DIN 5008 ins PDF ein, zum Herunterladen und Ausdrucken.
Praktische Tipps: Brief erstellen, der durchs Fenster passt
Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick – damit dein nächster Brief auf Anhieb sitzt:
- Adressfeld sauber aufbauen: Bei Form A beginnt es 27 mm von oben, bei Form B 45 mm von oben. Die eigentliche Beschriftung startet auf der 25-mm-Fluchtlinie.
- Schriftgröße für die Adresse: 10 bis 12 Punkt. Kleiner wird's durch die Folie schwer lesbar, größer passt eventuell nicht mehr ins Fenster.
- Lass Ränder um die Adresse: Das Fenster hat physische Kanten, und wenn der Text zu knapp dran ist, wird er teilweise verdeckt.
- Nutze meinen PDF Sichtfenster Checker und prüfe dein Layout vor dem Drucken. Spart Papier, Nerven und Umschläge.
- Teste final mit echten Umschlägen: Nicht jeder Hersteller hält sich millimetergenau an die DIN-Maße. Ein Probebrief an dich selbst zeigt dir, ob alles passt.
- Internationale Post: Das Zielland kommt auf die letzte Zeile der Adresse und wird in GROSSBUCHSTABEN geschrieben - so empfiehlt es der Weltpostverein (UPU).
- Papiergewicht beachten: Standard-Kopierpapier hat 80 g/m² und lässt sich problemlos falten. Premium-Papier mit 100–120 g/m² fühlt sich wertiger an, knickt aber schärfer. Ab 120 g/m² besser C4 oder C5 ohne Faltung verwenden.
Was kostet ein Brief? Porto im Überblick
Die Portokosten hängen nicht nur vom Gewicht ab, sondern auch vom Format des Umschlags. Ein leichter Brief im großen C4-Umschlag kostet mehr als derselbe Brief im DIN-Lang-Kuvert.
Österreich (Stand: September 2026)
| Produkt | Max. Gewicht | Max. Maße (mm) | Preis |
|---|---|---|---|
| Brief S | 20 g | 235 × 162 × 5 | 1,00 EUR |
| Brief M | 75 g | 235 × 162 × 5 | 1,55 EUR |
Diese Tarife gelten in dieser Form seit 1. August 2026. Für größere Sendungen (C4-Umschläge, dickere Briefe) gibt es bei der Österreichischen Post Zusatzoptionen wie Einschreiben oder Sendungsverfolgung.
Deutschland (Stand: September 2026)
| Produkt | Max. Gewicht | Max. Maße (mm) | Preis |
|---|---|---|---|
| Standardbrief | 20 g | 235 × 125 × 05 | 0,95 EUR |
| Kompaktbrief | 50 g | 235 × 125 × 10 | 1,10 EUR |
| Großbrief | 500 g | 353 × 250 × 20 | 1,80 EUR |
| Maxibrief | 1.000 g | 353 × 250 × 50 | 2,90 EUR |
Aktuelle Preise findest du auf deutschepost.de.
Schweiz (Stand: September 2026)
| Produkt | Max. Gewicht | Max. Maße (mm) | A-Post | B-Post |
|---|---|---|---|---|
| Standardbrief | 100 g | 250 x 176 x 20 | 1,20 CHF | 1,00 CHF |
| Midibrief | 500 g | 250 x 176 x 20 | 1,70 CHF | 1,40 CHF |
| Grossbrief | 1.000 g | 353 x 250 x 20 | 2,50 CHF | 2,00 CHF |
A-Post kommt am nächsten Werktag, B-Post laut Schweizer Post in maximal 3 Werktagen von Montag bis Freitag. Details auf post.ch.
Porto-Falle Format
Ein DIN-Lang-Brief mit 20 g kostet in Deutschland 0,95 EUR (Standardbrief). Steckst du denselben Brief in einen C4-Umschlag, wird's ein Großbrief und kostet 1,80 EUR. Gleiches Gewicht, fast doppelter Preis. Nur wegen des Formats.
Briefpapier-Design: Tipps für professionelle Geschäftspost
Ein gut gestaltetes Briefpapier macht einen Unterschied. Es transportiert deine Marke, wirkt professionell und muss trotzdem mit dem Sichtfenster harmonieren.
Logo-Platzierung
Das Logo gehört in den Briefkopf oben links oder mittig. Wichtig: Es darf nicht in den Bereich des Anschriftfelds ragen (also nicht in die Zone ab 27 mm von oben bei Form A). Sonst verdeckt es möglicherweise die Adresse im Fenster.
Farben und Schriften
- Halte dich an dein Corporate Design. Aber sei sparsam: jede Sonderfarbe erhöht die Druckkosten bei professionellem Offsetdruck.
- Für den Fließtext: Seriöse, gut lesbare Schriften. Arial, Calibri, Helvetica, aber bitte kein Comic Sans.
- Die Adresse selbst muss in einer schnörkellosen Schrift sein. Das erleichtert die maschinelle Erkennung bei der Post.
Wenn du tiefer in das Thema Schriftwahl einsteigen willst, findest du in meinem Google Fonts Checker zusätzliche Hintergründe zu Lesbarkeit, Dateiformaten und zur sauberen technischen Einbindung von Schriftarten auf Webseiten.
Falzmarken und Lochmarke
Das sind die kleinen horizontalen Striche am linken Rand deines Briefpapiers. Sie helfen beim exakten Falten und Lochen:
- Lochmarke: bei 148,5 mm (Mitte des Blatts)
- Falzmarken Form A: bei 87 mm und 192 mm von oben
- Falzmarken Form B: bei 105 mm und 210 mm von oben
Mein Tipp
Viele vergessen die Falzmarken. Dabei sind sie genau die kleine Hilfe, um den Brief einfach und korrekt zu falten. Besonders bei Serienbriefen oder vorgedrucktem Briefpapier sind sie Gold wert.
Falzmarken online ins PDF einzeichnen
Falzmarken kannst du direkt hier auf der Seite kostenlos in dein A4-PDF einfügen lassen, ganz ohne Word, InDesign oder eine neue Briefvorlage. Lade dein PDF oben in den Sichtfenster Checker und klicke auf "Falzmarken einzeichnen". Das Tool setzt die beiden Faltmarkierungen nach DIN 5008 Form B bei 105 mm und 210 mm von oben als dezente graue Striche an den linken und rechten Blattrand. Die fertige Datei öffnet sich in einem neuen Tab und du kannst das PDF mit Falzmarken herunterladen oder gleich ausdrucken.
Auch hier gilt wie beim Sichtfenster-Check selbst. Dein PDF wird komplett lokal in deinem Browser verarbeitet und landet auf keinem Server.
Druck- und Versanddienstleister: Vom PDF zum fertigen Brief
Druck- und Versanddienstleister (auch Lettershops genannt) übernehmen den gesamten physischen Prozess. Du lieferst ein PDF, der Dienstleister druckt, faltet, kuvertiert, frankiert und verschickt den Brief für dich. Das lohnt sich besonders bei Serienbriefen, Rechnungen, Mahnungen oder Behördenpost, wo du regelmäßig viele gleichartige Briefe versendest.
Was Druckdienstleister konkret übernehmen
- Druck: Dein PDF wird auf Briefpapier gedruckt. wahlweise in Schwarzweiß oder Farbe, einseitig oder doppelseitig.
- Kuvertierung: Der Brief wird gefaltet und in den passenden Umschlag gesteckt. Inklusive Sichtfenster, damit die Adresse korrekt sichtbar ist.
- Frankierung und Versand: Der Dienstleister frankiert die Briefe (oft zu vergünstigten Geschäftskundenkonditionen) und übergibt sie direkt an die Post.
- Beilagen: Viele Anbieter können zusätzliche Beilagen (Flyer, Rückumschläge, Formulare) automatisiert mit einlegen.
Bekannte Anbieter im DACH-Raum
- E-POST Mailer (Deutsche Post): Der hauseigene Hybridbrief-Service der Deutschen Post. Du sendest dein Dokument digital, die Post druckt und verschickt den physischen Brief. Inklusive CO₂-reduziertem Versand über GoGreen Plus.
- LetterXpress bietet eine REST-API-Schnittstelle, über die du Briefe direkt aus deiner Software heraus versenden kannst. Besonders beliebt bei Softwareentwicklern und für automatisierte Prozesse.
- Binect: Digitaler Briefversand mit API-Anbindung und Fulfillment-Partnern, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.
Was ich empfehle
Wenn du einen Druckdienstleister nutzt, ist es besonders wichtig, dass dein PDF-Layout exakt stimmt. Denn anders als beim manuellen Kuvertieren korrigiert niemand mehr die Position von Hand. Teste dein Layout deshalb vorab mit meinem PDF Sichtfenster Checker, bevor du es an den Dienstleister übergibst.
Automatisierte Briefe direkt aus deiner Software
Wenn du Briefprozesse nicht nur sauber gestalten, sondern gleich automatisieren willst, ist das ebenfalls möglich. Ich entwickle individuelle Software und Verwaltungstools, aus denen direkt PDFs für Briefe, Rechnungen, Bescheide oder andere Dokumente erzeugt werden können.
Diese Dokumente können anschließend automatisiert an Druck- und Versanddienstleister übergeben werden, damit Briefe ohne manuelle Zwischenschritte gedruckt, kuvertiert und versendet werden. Gerade bei wiederkehrenden Verwaltungsprozessen spart das Zeit, reduziert Fehler und macht Abläufe messbar effizienter.
Wenn du dafür eine passende Lösung suchst, melde dich einfach bei mir. Ich baue solche individuellen Softwareanwendungen für meine Kunden.
Häufige Fragen zu Sichtfenster und Briefformaten
Wie groß ist das Sichtfenster bei einem Briefumschlag?
Wo kommt der Absender bei einem Brief mit Fenster hin?
Wo sitzt das Sichtfenster bei einem C4-Umschlag?
Wie richte ich einen Brief in Word für ein Fensterkuvert ein?
Welches Briefformat ist Standard in Österreich und Deutschland?
Wo genau sitzt das Sichtfenster auf einem DIN-Lang-Umschlag?
Was ist der Unterschied zwischen DIN 5008 Form A und Form B?
Welche Faltart verwende ich für einen DIN-Lang-Umschlag?
Passt ein A4-Blatt in einen C5-Umschlag?
Welche Pflichtangaben gehören auf Geschäftsbriefpapier?
Was ist der Unterschied zwischen B-Reihe und C-Reihe bei Papierformaten?
Was sind Druck- und Versanddienstleister (Lettershops)?
Wie füge ich Falzmarken nachträglich in ein PDF ein?
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