Website auf Barrierefreiheit testen – kostenloser WCAG-Check

#Barrierefreiheit#WCAG#Webdesign#Österreich#BaFG

Gib die Adresse deiner Website ein und finde in rund einer halben Minute heraus, welche Barrieren deine Besucher ausbremsen: Der kostenlose Barrierefreiheit-Check prüft deine Seite in einem echten Browser, am Desktop und simuliert am Smartphone, und zeigt dir einen verständlichen Score, einzeln markierte Fundstellen und konkrete Empfehlungen auf Deutsch.

Nachbessern lohnt sich fast immer: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsgesetz in Österreich, und trotzdem ist laut einer Erhebung von EY Österreich nur jede 50. heimische Website gesetzeskonform barrierefrei. Unter dem Test erfährst du, was Barrierefreiheit konkret bedeutet, wen das Gesetz betrifft und wie du die häufigsten Barrieren Schritt für Schritt abbaust.

Kostenlos · Ohne Anmeldung · WCAG 2.2 A und AA · Desktop- und Smartphone-Check · Ergebnis direkt im Browser

Wie barrierefrei ist deine Website?

Echter Browser-Test mit über 50 WCAG-Prüfungen: Kontraste, Alt-Texte, Formulare und Smartphone-Ansicht. Mit Score und konkreten Empfehlungen.

100% kostenlos, ohne Anmeldung. Ergebnis sofort verfügbar.

* Der Test ist eine automatisierte Ersteinschätzung und ersetzt kein vollständiges Audit und keine Rechtsberatung. Bitte beachte unsere Datenschutzerklärung.

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Wie funktioniert’s? Wir laden deine Seite in einem echten Chrome-Browser auf unserem Server und prüfen sie mit axe-core, derselben Prüf-Engine, die auch in Google Lighthouse steckt, gegen die WCAG-Kriterien der Stufen A und AA. Gängige Cookie-Banner schließen wir vorher automatisch, damit auch der überdeckte Inhalt geprüft wird.

Prüfmaßstab sind die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 des W3C auf den Stufen A und AA. Sie bilden zugleich den inhaltlichen Kern der europäischen Norm EN 301 549 (Kapitel 9), auf die sich das österreichische Barrierefreiheitsgesetz und die EU-Richtlinien stützen, und sind als ISO/IEC 40500:2025 international genormt. Für die geprüften ARIA-Attribute gilt die WAI-ARIA-Spezifikation des W3C.

Ein Hinweis zur Norm: Die aktuell harmonisierte EN 301 549 (V3.2.1) verweist noch auf WCAG 2.1 AA. Der seit November 2025 vorliegende Entwurf der Nachfolgeversion (V4.1.0) hebt den Maßstab auf WCAG 2.2 AA an und soll nach aktuellem ETSI-Zeitplan im Herbst 2026 im EU-Amtsblatt referenziert werden. Wir prüfen bereits gegen WCAG 2.2, damit der Test die kommenden Anforderungen schon berücksichtigt.

Was bedeutet dein Ergebnis?

Score 90 bis 100

Deine Website besteht die automatischen Prüfungen (fast) ohne Beanstandung. Das schaffen die wenigsten. Denk daran: Automatische Tests decken nur einen Teil der WCAG ab, wirf auch einen Blick auf die Stellen unter „Bitte manuell prüfen“.

Score 65 bis 89

Es gibt klaren Verbesserungsbedarf, aber keine Katastrophe. Meist lassen sich die gefundenen Probleme ohne Redesign beheben, oft sind es Kontraste, Linktexte oder fehlende Beschriftungen. Die Empfehlungen im Report zeigen dir, wo du ansetzt.

Score unter 65

Deine Website hat deutliche Barrieren, die echte Besucher ausschließen und im Anwendungsbereich des Barrierefreiheitsgesetzes auch rechtlich riskant sind. Priorisiere die kritischen Punkte aus dem Report oder hol dir Unterstützung.

Wann ist eine Website barrierefrei?

Eine Website ist barrierefrei, wenn alle Menschen sie wahrnehmen, bedienen und verstehen können: unabhängig davon, wie gut sie sehen oder hören, wie präzise sie Maus oder Touchscreen steuern und wie schnell sie komplexe Inhalte erfassen. In der Praxis heißt das zum Beispiel: Texte haben genug Kontrast, Bilder haben Alternativtexte für Screenreader, alle Funktionen lassen sich mit der Tastatur bedienen und Formulare sagen klar, was sie von einem wollen.

Der weltweite Standard dafür sind die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) mit den drei Stufen A (Minimum), AA (Standard, auch der gesetzliche Maßstab in der EU) und AAA (Kür). Alle Kriterien lassen sich auf vier Prinzipien zurückführen:

Eine Glühbirne als Symbol für wahrnehmbare Inhalte

Wahrnehmbar

Inhalte müssen für alle Sinne zugänglich sein: ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, Untertitel für Videos. Was man nicht sehen kann, muss man hören oder lesen können.

Ein zeigender Finger als Symbol für bedienbare Websites

Bedienbar

Jede Funktion muss ohne Maus erreichbar sein, Touch-Ziele müssen groß genug sein und niemand darf durch Zeitlimits oder Zoom-Sperren ausgebremst werden.

Ein Gehirn als Symbol für verständliche Inhalte

Verständlich

Klare Sprache, nachvollziehbare Navigation und Formulare mit hilfreichen Fehlermeldungen. Besucher sollen nie raten müssen, was als Nächstes passiert.

Ein Schraubenschlüssel als Symbol für robusten Code

Robust

Sauberer Code, der mit Browsern, Screenreadern und anderen Hilfstechnologien zuverlässig funktioniert, heute und mit künftigen Geräten.

Barrierefreiheit betrifft dabei deutlich mehr Menschen, als die meisten denken: Laut Statistik Austria lebten 2024 rund 1,9 Millionen Menschen mit Behinderung in Österreich. Dazu kommen alle, die situativ eingeschränkt sind: die Bäckerin in Salzburg, die ihr Handy in der prallen Sonne kaum lesen kann, der Kunde mit dem eingegipsten Arm, der nur mit einer Hand tippt, oder die 75-jährige Stammkundin, die die Schrift größer zoomen will.

Gehirn-Emoji

Häufiger Irrtum: „Barrierefreiheit betrifft nur Blinde“

Sehbeeinträchtigungen sind nur ein Teil. Zu den Nutznießern gehören auch Menschen mit motorischen Einschränkungen, Hörbeeinträchtigungen, Legasthenie oder Konzentrationsschwierigkeiten, und über die situativen Einschränkungen im Alltag letztlich jeder Besucher. Eine barrierefreie Website ist schlicht eine besser bedienbare Website.

Was prüft der kostenlose WCAG-Test – und wo liegen seine Grenzen?

Automatische Tests sind der perfekte Startpunkt, aber kein vollständiges Audit. Damit du das Ergebnis richtig einordnest, hier die ehrliche Aufteilung:

Das prüft der Test automatisch

  • Farbkontraste von Text, Links und Buttons (echt gerendert, mit gemessenem Kontrastwert und markierter Fundstelle im Screenshot)
  • Alternativtexte für Bilder, inklusive doppelter Alt-Texte und Alt-Texten, die nur aus Dateinamen bestehen
  • Überschriften-Hierarchie und Seitenstruktur (Landmarken, main, eindeutige H1)
  • Formular-Beschriftungen, Absende-Buttons und ARIA-Korrektheit
  • Link- und Button-Namen sowie nichtssagende oder mehrdeutige Linktexte und kaputte Sprunglinks
  • Video und Audio: Autoplay ohne Steuerung und fehlende Untertitel-Spuren
  • Links in neuem Tab und verlinkte PDFs (als Hinweis zum Nachprüfen)
  • lang-Attribut, Seitentitel und ein versteckter „Zum Inhalt springen“-Link
  • Zoom-Sperre, Touch-Ziel-Größen und seitliches Überlaufen in der simulierten Smartphone-Ansicht
  • Eine Tastatur-Stichprobe: Der Test drückt echt die Tab-Taste und prüft, ob der Fokus sichtbar bleibt

Das kann nur ein Mensch beurteilen

  • Ob Alternativtexte und Linktexte inhaltlich sinnvoll sind
  • Ob Formulare und Buchungsstrecken im Alltag logisch funktionieren
  • Ob Fehlermeldungen verständlich formuliert sind
  • Ob Videos brauchbare Untertitel haben und verlinkte PDFs barrierefrei sind
  • Ob komplexe Menüs und Popups mit Screenreadern wirklich bedienbar sind
  • Ob die komplette Seite ohne Tastaturfallen bedienbar ist (der Test macht eine Stichprobe)
  • Ob die Inhalte in klarer, verständlicher Sprache geschrieben sind

Genau deshalb gilt: Ein Score von 100 heißt nicht automatisch „barrierefrei“, und ein niedriger Score ist ein deutliches Warnsignal, denn er zeigt Barrieren, die sich automatisch sicher nachweisen lassen und bei einer manuellen Prüfung genauso auffallen würden. Geprüft wird übrigens genau die Seite, die du eingibst, du kannst also nach der Startseite gezielt Kontakt-, Buchungs- oder Shop-Seiten testen.

Lieber gleich einen Menschen draufschauen lassen?

Genau für die Punkte, die kein Tool sehen kann, bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an: Wir schauen uns die kritischen Strecken deiner Website persönlich an und sagen dir, was du sinnvoll priorisierst.

Muss meine Website in Österreich barrierefrei sein?

Das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) gilt in Österreich seit dem 28. Juni 2025 und betrifft vor allem Websites mit elektronischem Geschäftsverkehr für Konsumenten: Webshops mit Checkout, Online-Terminbuchung mit Bezahlung, digitale Kundenkonten oder Vertragsabschlüsse über die Website. Reine Info-Websites ohne solche Funktionen fallen meist nicht direkt darunter. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und maximal 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen.

Wer betroffen ist und nichts tut, riskiert Verwaltungsstrafen von bis zu 80.000 Euro; zuständig für die Marktüberwachung ist das Sozialministeriumservice. Und auch wer nicht unter das BaFG fällt, ist rechtlich nicht völlig aus dem Schneider: Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz schützt schon länger vor Diskriminierung, auch bei Websites. Alle Details, Fristen und Graubereiche (Stichwort Kontaktformular) haben wir im großen Artikel zum Barrierefreiheitsgesetz aufbereitet.

Bist du vom Barrierefreiheitsgesetz betroffen?

Beantworte ein paar Fragen und du weißt in einer Minute, ob deine Website unter das Gesetz fällt. Danach zeigt dir der Barrierefreiheit-Check oben, wo du technisch stehst.

Wie groß die Lücke zwischen Pflicht und Realität ist, zeigt die Erhebung von EY Österreich und Risikomonitor vom Juni 2025: Von den analysierten österreichischen Websites war nur jede 50. gesetzeskonform barrierefrei, im Schnitt fanden sich 4,42 technische Fehler pro Startseite. Du bist mit Barrieren auf deiner Website also in großer Gesellschaft, aber genau das ist auch die Chance: Wer jetzt nachbessert, hebt sich ab.

Barrierefreie Website: die 6 häufigsten Fehler und ihre Lösungen

Wir haben im Juli 2026 die Startseiten von 70 österreichischen KMU getestet, vom Tischler in Linz bis zur Physiotherapie-Praxis in Wien. Das Ergebnis: 93 % verstoßen gegen WCAG-Mindestanforderungen, im Schnitt gegen 2 verschiedene Regeln. Die ganze Auswertung findest du in unserem Artikel zum Barrierefreiheitsgesetz. Hier die häufigsten Probleme und ihre Lösungen:

1. Zu schwache Farbkontraste

Der Spitzenreiter: 67 % der getesteten KMU-Websites haben Texte, die sich zu wenig vom Hintergrund abheben. WCAG verlangt ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift. Hellgraue Schrift auf weißem Grund fällt fast immer durch.

Die Lösung ist meist banal: Text dunkler machen oder den Hintergrund aufhellen. Unser Test zeigt dir pro Fundstelle den gemessenen Kontrastwert, damit du gezielt nachbessern kannst.

Info-Emoji

Tipp aus der Praxis

Kontrast-Probleme entstehen oft nicht im Design, sondern schleichend: ein neues Farbschema, ein Button vom Baukasten-Theme, ein Banner vom Plugin. Teste deshalb nach jeder größeren Änderung neu, der Check oben ist dafür gedacht.

Auf 57 % der getesteten Seiten gibt es Links, bei denen ein Screenreader nur „Link“ vorliest, typischerweise Icon-Links zu Social Media, Telefon-Symbole oder verlinkte Logos ohne Text. Für blinde Nutzer ist so ein Link ein Glücksspiel.

Die Lösung: Gib jedem Icon-Link ein aria-label, zum Beispiel aria-label="Ruf uns an". Bei verlinkten Bildern reicht ein guter Alternativtext des Bildes.

3. Bilder ohne Alternativtext

Bei 23 % der getesteten Websites fehlen Alternativtexte. Ohne alt-Attribut bleibt das Bild für Screenreader-Nutzer unsichtbar und Suchmaschinen verstehen es ebenfalls nicht. Beschreibe in einem Satz, was zu sehen ist, und lass das Attribut bei rein dekorativen Bildern bewusst leer (alt=""), damit es nicht stört. Gute Alt-Texte sind übrigens ein unterschätzter SEO-Hebel.

4. Zoom-Sperre und Mobile-Probleme

Jede fünfte getestete Website sperrt das Zoomen am Smartphone komplett (user-scalable=no). Für Menschen mit Sehschwäche ist das eine harte Barriere, und nötig ist es nie. Entferne die Sperre aus dem Viewport-Meta-Tag, prüfe, dass Buttons und Links mindestens 24 mal 24 Pixel groß sind (besser 44), und achte darauf, dass die Seite bei schmalen Bildschirmen nicht seitlich hinausragt. Unser Test prüft alle drei Punkte in der simulierten Smartphone-Ansicht.

5. Formulare ohne Beschriftung

Formularfelder, die nur einen Platzhalter-Text haben, verlieren ihre Beschriftung genau dann, wenn man zu tippen beginnt. Verknüpfe jedes Feld mit einem echten <label>, kennzeichne Pflichtfelder nicht nur farblich und formuliere Fehlermeldungen so, dass klar ist, was zu korrigieren ist. Gerade bei Kontakt- und Buchungsformularen entscheidet das nicht nur über Barrierefreiheit, sondern direkt über deine Anfragen.

6. Tastatur und sichtbarer Fokus

Viele Menschen bedienen Websites ohne Maus: dauerhaft wegen einer Einschränkung oder situativ, etwa mit einem gebrochenen Arm. Dafür muss jedes Bedienelement per Tab erreichbar sein und der Fokus sichtbar bleiben. Der Klassiker unter den Fehlern ist ein globales outline: none im CSS, das den Fokus-Rahmen entfernt, weil er „nicht schön“ aussah. Ersetze ihn durch einen gestalteten Fokus-Stil statt ihn zu löschen, und biete idealerweise einen „Zum Inhalt springen“-Link als ersten Tab-Stopp an. Unser Test macht genau dafür eine Stichprobe: Er drückt mehrmals die Tab-Taste und schlägt Alarm, wenn kein Element eine sichtbare Fokus-Markierung zeigt.

Warum sich Barrierefreiheit auch ohne Gesetz auszahlt

Selbst wenn das BaFG dich nicht betrifft, sprechen harte wirtschaftliche Gründe für eine barrierefreie Website. Der offensichtlichste: Barrieren kosten Kunden, und zwar leise. Laut der britischen Click-Away-Pound-Studie verlassen 69 % der Konsumenten mit Behinderung eine Website sofort, wenn sie auf Barrieren stoßen, und nur 8 % melden das Problem. Du erfährst also in der Regel nie, warum die Anfrage ausgeblieben ist.

Dazu kommt die Überschneidung mit der Suchmaschinenoptimierung: Alternativtexte, saubere Überschriften-Hierarchien, sprechende Linktexte und eine klare Seitenstruktur sind exakt die Signale, die auch Google auswertet. Barrierefreiheit und SEO sind zu einem guten Teil dieselbe Arbeit, du wirst also nebenbei besser gefunden. Und schließlich profitiert schlicht jeder Besucher: größere Klickflächen, lesbare Kontraste und verständliche Formulare senken die Hürde für alle, vom Teenager bis zur Seniorin.

Aus unserer Erfahrung sind viele Barrierefreiheits-Fixes gleichzeitig Conversion-Fixes: Ein Kontaktformular mit echten Beschriftungen und klaren Fehlermeldungen bringt messbar mehr abgeschickte Anfragen als eines, bei dem Besucher raten müssen, warum das Absenden nicht klappt. Wer Barrierefreiheit als lästige Pflicht abtut, verschenkt genau die Punkte, die aus Besuchern Kunden machen.

Reicht ein Accessibility-Plugin oder Overlay-Widget für die Barrierefreiheit?

Kurze Antwort: Nein. Overlay-Widgets sind Zusatz-Tools, die per Skript eine Werkzeugleiste über die Website legen (Schrift vergrößern, Kontrast umschalten) und versprechen, Barrieren automatisch zu reparieren. Das klingt verlockend, weil es ohne Eingriff in den Code auskommt, genau da liegt aber das Problem: Die eigentlichen Fehler im Quellcode bleiben bestehen.

Das Overlay Fact Sheet, unterzeichnet von über 1.000 Barrierefreiheits-Fachleuten, hält fest, dass vollständige WCAG-Konformität mit einem Overlay nicht erreichbar ist: Automatische Reparaturen von Alternativtexten, Formular-Beschriftungen und Tastaturbedienung sind unzuverlässig, und 67 % der befragten Praktiker bewerten die Tools als wenig oder gar nicht wirksam. Das European Disability Forum und die IAAP stellen in einem gemeinsamen Statement zudem klar, dass Overlays eine Website nicht konform mit europäischem Barrierefreiheitsrecht machen und kein Ersatz für die Behebung der Fehler sind.

Warnschild-Emoji

Unsere Meinung dazu

Ein Overlay kaufst du vor allem, um ein Problem nicht lösen zu müssen. Das Geld ist in der Behebung der zehn häufigsten echten Fehler fast immer besser investiert, die meisten davon sind Stunden-, keine Wochenprojekte. Der Check oben zeigt dir gratis, welche das auf deiner Website sind.

Wie sich dein Score berechnet

Wir wollen keinen Blackbox-Score, deshalb legen wir die Rechnung offen: Jede verletzte Regel zieht Punkte von 100 ab, gewichtet nach Schweregrad (kritisch 14, schwerwiegend 9, mittel 4, gering 1,5 Punkte). Kommt ein Problem an vielen Stellen vor, steigt der Abzug moderat an, maximal auf das Zweieinhalbfache. Best-Practice-Regeln, die keine WCAG-Pflicht sind, zählen nur zu 40 Prozent. Ab 90 Punkten stufen wir eine Website als gut zugänglich ein, unter 65 als deutlich barrierebehaftet.

Stellen, die sich automatisch nicht sicher bewerten lassen, etwa Text auf Fotos oder Farbverläufen, listen wir separat unter „Bitte manuell prüfen“ auf. Sie fließen nicht in den Score ein, gehören aber zu einem ehrlichen Ergebnis dazu.

Info-Emoji

Für Redaktionen, Blogs und Berater

Du schreibst über das Barrierefreiheitsgesetz oder berätst Unternehmen dazu? Verlinke den Test gerne direkt: webgaudi.at/barrierefreiheit-check/. Mit dem Parameter ?url=beispiel.at ist die Website-Adresse im Prüffeld bereits vorausgefüllt, praktisch für Artikel und Workshops.

Website nicht barrierefrei? So priorisierst du die nächsten Schritte

Ein Report mit zwanzig Fundstellen kann erschlagen. Die gute Nachricht: Die meisten Probleme stecken im Template und sind mit einer Korrektur auf allen Seiten behoben. So priorisierst du sinnvoll:

  1. Starte mit der Startseite und teste danach die Seiten, auf denen Besucher wirklich etwas tun sollen: Kontakt, Terminbuchung, Shop. Dort sind Barrieren am teuersten.
  2. Behebe zuerst die kritischen und schwerwiegenden Punkte. Kontraste, Link-Namen und Formular-Labels bringen mit wenig Aufwand den größten Sprung, im Score und für echte Besucher.
  3. Arbeite die Kategorie „Bitte manuell prüfen“ durch. Schau dir jede gelistete Stelle kurz an und entscheide selbst, ob sie passt, zum Beispiel Text auf Fotos.
  4. Mach eine eigene Tastatur-Runde: einmal mit Tab durch die ganze Seite. Siehst du immer, wo du gerade bist? Kommst du überall hin und wieder heraus?
  5. Teste nach jeder größeren Änderung neu und dokumentiere den Stand. Wenn du unter das BaFG fällst, gehört außerdem eine Erklärung zur Barrierefreiheit auf deine Website.

Warum du dem Barrierefreiheit-Check vertrauen kannst

Als wir für unsere KMU-Erhebung 70 österreichische Websites geprüft haben, war das ernüchterndste Ergebnis nicht die Fehlerquote von 93 %, sondern wie oft uns Unternehmer danach gefragt haben: „Und wie finde ich jetzt heraus, wie meine Website dasteht?“ Die ehrliche Antwort war bis jetzt: mit englischsprachigen Entwickler-Tools, die dir eine Wand aus Fachbegriffen liefern.

Genau diese Lücke schließt unser Barrierefreiheit-Check: dieselbe professionelle Prüf-Engine, aber mit verständlichen Erklärungen auf Deutsch, konkreten Empfehlungen und Smartphone-Test. Kostenlos, weil wir überzeugt sind, dass barrierefreie Websites besser für alle sind: für Menschen mit Einschränkungen, für ältere Besucher, für SEO und am Ende auch für deine Anfragen.

Willst du eine ehrliche Einschätzung vom Profi?

Trage deine Daten ein und erhalte eine kostenlose Ersteinschätzung per E-Mail: Wir schauen uns die kritischen Strecken deiner Website an, von Kontrasten über Formulare bis zur Tastatur-Bedienung, und sagen dir, was du sinnvoll priorisieren solltest.

Bitte beachte unsere Datenschutzbestimmungen, bevor du diesen Service nutzt.

Häufige Fragen zum Barrierefreiheit-Check

Ist der Barrierefreiheit-Check wirklich kostenlos?

Ja, der Test ist komplett kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Du gibst eine Website-Adresse ein und bekommst Score, Screenshot und Empfehlungen direkt im Browser angezeigt.

Weil jeder Test auf unserem Server einen echten Browser startet, gibt es faire Limits: ein paar Prüfungen in kurzer Zeit sind kein Problem, Massen-Scans blocken wir automatisch.

Was prüft der WCAG-Test genau?

Der Test lädt deine Seite in einem echten Chrome-Browser und prüft sie mit axe-core, der Open-Source-Engine hinter Google Lighthouse, gegen die WCAG-Kriterien der Stufen A und AA: Kontraste, Alternativtexte, Überschriften-Hierarchie, Formular-Labels, Link-Namen, ARIA-Attribute, Sprache und mehr.

Vor der Analyse schließen wir gängige Cookie-Banner automatisch, damit der überdeckte Inhalt geprüft wird. Zusätzlich prüfen wir die Smartphone-Ansicht auf Zoom-Sperre, Touch-Ziel-Größen und seitliches Überlaufen, machen eine Tastatur-Stichprobe zur Fokus-Sichtbarkeit und markieren kritische Fundstellen direkt im Screenshot. Was sich automatisch nicht sicher bewerten lässt, landet in einer eigenen Kategorie „Bitte manuell prüfen“.

Was ist ein guter Wert im Barrierefreiheit-Test?

Ab 90 Punkten stufen wir eine Website als gut zugänglich ein. Zur Einordnung: In unserer Erhebung von 70 österreichischen KMU-Startseiten waren nur 5 komplett ohne WCAG-Verstoß, die große Mehrheit läge deutlich unter 90.

Ein Score von 100 bedeutet keine automatisch erkennbaren Verstöße, nicht „vollständig barrierefrei“. Für die Punkte, die kein Tool sehen kann, braucht es einen menschlichen Blick.

Reicht ein guter Score, um das Barrierefreiheitsgesetz zu erfüllen?

Nein. Automatische Tests erkennen nur einen Teil der WCAG-Anforderungen. Ob Inhalte verständlich sind, Abläufe logisch funktionieren und Videos brauchbare Untertitel haben, kann nur eine manuelle Prüfung beurteilen.

Der Score ist trotzdem der richtige Startpunkt: Ein niedriger Wert ist ein starkes Warnsignal, denn er zeigt automatisch nachweisbare Barrieren, die auch bei einer manuellen Prüfung auffallen. Ob deine Website überhaupt unter das Gesetz fällt, klärst du mit unserem BaFG-Selbsttest, und die Umsetzung übernehmen wir auf Wunsch komplett für dich.

Was unterscheidet den Test von Lighthouse oder WAVE?

Die Prüf-Engine ist dieselbe bewährte Open-Source-Basis (axe-core), der Unterschied liegt in der Aufbereitung: verständliche Erklärungen und Empfehlungen auf Deutsch statt Entwickler-Englisch, ein markierter Screenshot statt abstrakter Selektoren, ein Smartphone-Durchlauf inklusive Zoom-Sperren-Check und eine Tastatur-Stichprobe.

Stellen, die sich automatisch nicht sicher bewerten lassen, etwa Text auf Fotos, listen wir außerdem sichtbar unter „Bitte manuell prüfen“ auf, statt sie stillschweigend wegzulassen.

Kann ich auch Unterseiten testen, nicht nur die Startseite?

Ja, gib einfach die vollständige Adresse der Unterseite ein, zum Beispiel meine-website.at/kontakt. Der Test prüft genau die Seite, die du eingibst.

Sinnvoll ist die Reihenfolge: zuerst die Startseite, dann die Seiten, auf denen Besucher wirklich etwas tun sollen, also Kontakt, Terminbuchung oder Shop. Genau dort sind Barrieren am teuersten, weil sie direkt Anfragen kosten.

Funktioniert der Barrierefreiheit-Check mit WordPress, Wix, Jimdo und Shopify?

Ja. Der Test prüft die fertig gerenderte Seite in einem echten Browser, also genau das, was deine Besucher sehen. Mit welchem System die Website gebaut wurde, spielt dafür keine Rolle: WordPress, Wix, Jimdo, Squarespace, Shopify oder individuell entwickelt, Score und Fundstellen funktionieren überall gleich.

Unterschiede gibt es erst beim Beheben: In Baukästen und fertigen Themes bist du an die Möglichkeiten des Anbieters gebunden, manche Barrieren, etwa fest verdrahtete Kontraste oder fehlende Beschriftungen im Theme, lassen sich dort nur eingeschränkt korrigieren.

Wie oft sollte ich meine Website auf Barrierefreiheit testen?

Als Faustregel: nach jeder größeren Änderung, also bei neuem Design, neuen Seiten, neuen Plugins oder einem geänderten Farbschema. Viele Barrieren entstehen nicht beim ursprünglichen Aufbau, sondern schleichen sich später ein, etwa durch ein Banner-Plugin oder einen neuen Button-Stil.

Ändert sich wenig, reicht ein regelmäßiger Rhythmus, zum Beispiel einmal pro Quartal. Wenn deine Website unter das Barrierefreiheitsgesetz fällt, solltest du die Ergebnisse zusätzlich dokumentieren, damit du Verbesserungen nachweisen kannst.

Was passiert mit meinen Daten beim Test?

Der Report samt Screenshots wird nur dir im Browser angezeigt und nicht gespeichert. Es gibt keine Anmeldung und keine E-Mail-Pflicht.

Zur Missbrauchs-Vermeidung und Statistik protokollieren wir die geprüfte Adresse. Geprüft werden nur öffentlich erreichbare Seiten, also genau das, was jeder Besucher ohnehin sieht.

Wie kann ich Barrierefreiheit selbst testen, ohne Tool?

Drei einfache Selbsttests decken erstaunlich viel ab: Lege die Maus weg und bediene deine Website nur mit der Tab-Taste (siehst du immer, wo du bist?), zoome im Browser auf 200 % (bleibt alles lesbar und bedienbar?) und stell dir bei jedem Bild die Frage, ob sein Alternativtext das Bild ersetzt.

Für den Screenreader-Test brauchst du nichts zu installieren: Am iPhone und Mac ist VoiceOver eingebaut, für Windows gibt es den kostenlosen NVDA. Schon fünf Minuten Zuhören zeigen dir, wie sich deine Website für blinde Besucher anfühlt.

Was kostet es, eine Website barrierefrei zu machen?

Das hängt stark vom Zustand ab: Viele der häufigsten Barrieren sind Stunden-, keine Wochenprojekte, etwa Kontraste anpassen, Alt-Texte ergänzen oder Formular-Beschriftungen nachrüsten. Teuer wird es meist erst, wenn das Grundgerüst der Website veraltet ist und jede Korrektur zur Bastelei wird.

In dem Fall ist ein Neustart oft günstiger als die Reparatur: Wir bauen Websites von Grund auf barrierefrei zum Fixpreis ab 1.500 €, egal ob du Tischler in Linz oder Steuerberaterin in Wien bist. Und es gibt Förderungen für Websites in Österreich, die auch barrierefreie Umsetzungen abdecken.

Ist eine barrierefreie Website besser für SEO?

Ja, die Überschneidung ist groß: Alternativtexte, saubere Überschriften-Struktur, sprechende Linktexte und gute mobile Bedienbarkeit sind gleichzeitig WCAG-Anforderungen und Signale, die Suchmaschinen auswerten. Wer Barrieren abbaut, macht seine Website also auch für Google verständlicher.

Ein Ranking-Automatismus ist das nicht, aber ein solides Fundament, auf dem Suchmaschinenoptimierung deutlich besser wirkt. Und eine Website, die alle gut bedienen können, verwandelt Besucher öfter in Anfragen, unabhängig vom Ranking.

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