Wahrnehmbar
Inhalte müssen für alle Sinne zugänglich sein, also ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, Untertitel für Videos. Was man nicht sehen kann, muss man hören oder lesen können.
Gib die Adresse deiner Website ein und finde sofort heraus, welche Barrieren deine Besucher ausbremsen. Der kostenlose Barrierefreiheit-Check prüft deine Seite in einem echten Browser, am Desktop und simuliert am Smartphone, und zeigt dir einen verständlichen Score, einzeln markierte Fundstellen und konkrete Empfehlungen.
Wie barrierefrei ist deine Website?
Echter Browser-Test mit 70 WCAG-Prüfungen: Kontraste, Alt-Texte, Formulare und Smartphone-Ansicht. Mit Score und konkreten Empfehlungen.
100% kostenlos, ohne Anmeldung. Ergebnis sofort verfügbar.
* Der Test ist eine automatisierte Ersteinschätzung und ersetzt kein vollständiges Audit und keine Rechtsberatung. Bitte beachte auch die Datenschutzerklärung.
Wie funktioniert’s?
Deine Seite wird in einem echten Chrome-Browser auf meinem Server geladen und mit axe-core geprüft, derselben Open-Source-Prüf-Engine, die auch in Google Lighthouse steckt, gegen die WCAG-Kriterien der Stufen A und AA. Gängige Cookie-Banner werden vorher automatisch geschlossen, damit auch der überdeckte Inhalt geprüft wird.
Erstellt deine Barrierefreiheitserklärung nach dem Barrierefreiheitsgesetz, mit allen Pflichtangaben nach Anlage 3 und passendem Konformitätsstatus. Export als Text, HTML oder Word.
Prüft in Sekunden, ob deine Website Google Fonts ohne Zustimmung von Google-Servern lädt und damit abmahngefährdet ist. Inklusive Anleitung, wie du die Schriften DSGVO-konform einbindest.
Erstellt dein Impressum für österreichische Websites nach ECG, MedienG, UGB und GewO. Auf Wunsch mit Daten direkt aus Firmenbuch, GISA und UID-Register, Export als Text, HTML oder Word.
Score 90 bis 100
Deine Website besteht die automatischen Prüfungen (fast) ohne Beanstandung. Das schaffen die wenigsten. Automatische Tests decken aber nur einen Teil der WCAG ab, wirf deshalb auch einen Blick auf die Stellen unter "Bitte manuell prüfen".
Score 65 bis 89
Es gibt klaren Verbesserungsbedarf, aber keine Katastrophe. Meist lassen sich die gefundenen Probleme ohne Redesign beheben, oft sind es Kontraste, Linktexte oder fehlende Beschriftungen. Die Empfehlungen im Report zeigen dir, wo du ansetzt.
Score unter 65
Deine Website hat deutliche Barrieren, die echte Besucher ausschließen und im Anwendungsbereich des Barrierefreiheitsgesetzes auch rechtlich riskant sind. Priorisiere die kritischen Punkte aus dem Report oder hol dir Unterstützung.
Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen eine Website wahrnehmen, bedienen und verstehen können, unabhängig davon, wie gut sie sehen oder hören, wie präzise sie Maus oder Touchscreen steuern und wie schnell sie Inhalte erfassen. Als barrierefrei gilt eine Website, wenn sie die WCAG auf Stufe AA erfüllt, den gesetzlichen Maßstab in der EU.
Wahrnehmbar
Inhalte müssen für alle Sinne zugänglich sein, also ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, Untertitel für Videos. Was man nicht sehen kann, muss man hören oder lesen können.
Bedienbar
Jede Funktion muss ohne Maus erreichbar sein, Touch-Ziele müssen groß genug sein und niemand darf durch Zeitlimits oder Zoom-Sperren ausgebremst werden.
Verständlich
Klare Sprache, nachvollziehbare Navigation und Formulare mit hilfreichen Fehlermeldungen. Besucher sollen nie raten müssen, was als Nächstes passiert.
Robust
Sauberer Code, der mit Browsern, Screenreadern und anderen Hilfstechnologien zuverlässig funktioniert, heute und mit künftigen Geräten.
Barrierefreiheit betrifft dabei deutlich mehr Menschen, als die meisten denken. Laut Statistik Austria lebten 2024 rund 1,9 Millionen Menschen mit Behinderung in Österreich. Dazu kommen alle, die situativ eingeschränkt sind. Das Handy in der prallen Sonne, der eingegipste Arm, die Stammkundin, die die Schrift größer zoomen will.
Häufiger Irrtum – "Barrierefreiheit betrifft nur Blinde"
Sehbeeinträchtigungen sind nur ein Teil. Zu den Nutznießern gehören auch Menschen mit motorischen Einschränkungen, Hörbeeinträchtigungen, Legasthenie oder Konzentrationsschwierigkeiten, und über die situativen Einschränkungen im Alltag letztlich jeder Besucher. Eine barrierefreie Website ist schlicht eine besser bedienbare Website.
Automatische Tests sind der perfekte Startpunkt, aber kein vollständiges Audit. Damit du das Ergebnis richtig einordnest, hier die ehrliche Aufteilung.
Das prüft der Test automatisch
lang-Attribut und SeitentitelDas kann nur ein Mensch beurteilen
Wichtig für die Einordnung ist außerdem, dass der Test genau eine öffentlich erreichbare Seite in ihrem aktuellen Zustand prüft. Login-Bereiche, Inhalte hinter Klicks (aufgeklappte Menüs, Popups, mehrstufige Formulare), eingebettete iframes fremder Anbieter und die Inhalte verlinkter PDFs kann er nicht oder nur teilweise bewerten. Und weil das Cookie-Banner automatisch geschlossen wird, wird ausgerechnet das Banner selbst nicht mitgeprüft, wirf dort einmal selbst einen Blick auf Kontrast und Tastatur-Bedienung.
Kein automatisches Tool kann Barrierefreiheit abschließend feststellen, auch meines nicht. Das hält so auch das W3C fest. Ein Score von 100 heißt nicht automatisch “barrierefrei”, aber ein niedriger Score ist ein deutliches Warnsignal, denn er zeigt Barrieren, die bei einer manuellen Prüfung genauso auffallen würden. Geprüft wird übrigens genau die Seite, die du eingibst, du kannst also nach der Startseite gezielt Kontakt-, Buchungs- oder Shop-Seiten testen.
Für die größten Barrieren brauchst du weder Fachwissen noch ein spezielles Programm. Tastatur, Browser-Zoom und das Vorlese-Programm, das in deinem Handy schon steckt, reichen für den Anfang völlig.
Der wichtigste Selbsttest überhaupt. Klick einmal oben in die Adressleiste deines Browsers und lass die Maus dann liegen. Mit Tab springst du zum nächsten Bedienelement, mit Shift + Tab zurück, mit Enter öffnest du Links und mit Esc sollten sich Popups wieder schließen lassen. Stell dir dabei zwei Fragen. Siehst du jederzeit, wo du gerade bist, etwa an einem Rahmen um den aktiven Link? Und kommst du überall hin und auch wieder heraus, auch im Menü, im Cookie-Banner und im Kontaktformular?
Dafür musst du nichts installieren. Am iPhone sagst du Siri einfach “Schalte VoiceOver ein” (zum Beenden genauso wieder aus), am Android-Handy heißt die Funktion TalkBack und für Windows gibt es den kostenlosen Screenreader NVDA. Die Bedienung fühlt sich am Anfang ungewohnt an. Streich am Handy einfach mit einem Finger nach rechts, dann springt die Stimme von Element zu Element und liest vor, was dort steht.
Achte beim Zuhören auf zwei Dinge. Verstehst du bei jedem Link, wohin er führt, oder hörst du fünfmal hintereinander nur “Mehr erfahren, Link”? Und was kommt bei Bildern, eine echte Beschreibung oder ein Dateiname wie “IMG_2043”?
Fünf Minuten mit geschlossenen Augen zeigen dir mehr über deine Website als jede Checkliste. Einen ersten Eindruck davon liefert dir übrigens auch die Screenreader-Vorschau im Check oben.
Halte Strg gedrückt (am Mac Cmd) und drücke mehrmals +, bis der Browser 200 % anzeigt. Genau das machen Menschen mit Sehschwäche jeden Tag, und die WCAG verlangt, dass deine Website das aushält. Bleibt alles lesbar und bedienbar? Oder überlappen sich Texte, verschwindet das Menü, ragt der Inhalt seitlich hinaus? Häufige Kandidaten sind Öffnungszeiten oder Speisekarten, die als Foto eingebunden sind. Die werden beim Zoomen nur unscharf statt größer lesbar, und ein Screenreader kann sie gar nicht erst vorlesen.
Der ehrlichste Kontrast-Test kostet nichts. Öffne deine Website am Handy draußen bei Sonnenlicht oder dreh die Bildschirmhelligkeit auf ein Drittel herunter. Was du dann nicht mehr entziffern kannst, ist für Menschen mit nachlassender Sehkraft dauerhaft anstrengend, hellgraue Schrift auf weißem Grund führt die Liste an. Dein Sonnen-Test zeigt dir, wo du hinschauen solltest, die exakten Kontrastwerte samt fertigem Farbvorschlag misst dir danach der Check oben.
Stell dein Video stumm und spiel es ab. Verstehst du noch, worum es geht, oder fehlt ohne Ton die halbe Botschaft? Dann brauchst du Untertitel. Die helfen übrigens nicht nur Menschen mit Hörbeeinträchtigung, die meisten Besucher scrollen am Handy sowieso ohne Ton durch, in der U-Bahn, im Wartezimmer, abends am Sofa neben dem schlafenden Kind.
Selbsttests und automatischer Check gehören zusammen
Die fünf Checks ersetzen kein vollständiges Audit, aber sie prüfen genau das, was kein Programm erkennen kann. Umgekehrt misst der automatische Test oben, was du mit freiem Auge nicht siehst, etwa exakte Kontrastwerte oder fehlerhaften Code hinter den Kulissen. Notier dir bei den Selbsttests alles, was dich stolpern lässt, zusammen mit dem Report hast du dann eine ehrliche Aufgabenliste.
Ich baue eure Website von Grund auf barrierefrei, ohne Overlay-Tricks. Erhalte einen Fixpreis für deine neue Website, ohne Zwang und zu 100% gratis.
Weil jedes Tool anders prüft und anders rechnet, sind abweichende Ergebnisse normal und kein Widerspruch.
Google Lighthouse, das in Chrome eingebaute Prüf-Tool, nutzt wie mein Test die Engine axe-core, wertet aber nur eine Teilmenge der Regeln aus und rechnet den Score nach eigener Formel hoch. 100 Punkte in Lighthouse bedeuten deshalb nicht “fehlerfrei”.
WAVE, ein kostenloses Online-Tool der US-Organisation WebAIM, verwendet eine komplett eigene Prüf-Engine mit eigenem Regelwerk und zählt Fehler, statt einen Score zu bilden. Dazu kommt der Zustand der Seite beim Test. Wer mit offenem Cookie-Banner prüft, sieht andere Inhalte als wer es vorher schließt.
Mein Test nutzt das vollständige axe-core-Regelwerk der Stufen A und AA, ergänzt eigene Prüfungen wie die Smartphone-Simulation und die Alt-Text-Qualität und listet Unsicheres unter “Bitte manuell prüfen”, statt es stillschweigend wegzulassen. Ernst nehmen solltest du trotzdem jede Fundstelle, egal welches Tool sie meldet.
Das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) gilt in Österreich seit dem 28. Juni 2025 und betrifft vor allem Websites mit elektronischem Geschäftsverkehr für Konsumenten, also Webshops mit Checkout, Online-Terminbuchung mit Bezahlung, digitale Kundenkonten oder Vertragsabschlüsse über die Website.
Reine Info-Websites ohne solche Funktionen fallen meist nicht direkt darunter. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und maximal 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Wer betroffen ist und nichts tut, riskiert Verwaltungsstrafen von bis zu 80.000 Euro. Zuständig für die Marktüberwachung ist das Sozialministeriumservice. Und auch wer nicht unter das BaFG fällt, ist rechtlich nicht völlig aus dem Schneider. Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz schützt schon länger vor Diskriminierung, auch bei Websites. Alle Details, Fristen und Graubereiche (Stichwort Kontaktformular) habe ich im großen Artikel zum Barrierefreiheitsgesetz aufbereitet.
Bist du vom Barrierefreiheitsgesetz betroffen?
Beantworte ein paar Fragen und du weißt in einer Minute, ob deine Website unter das Gesetz fällt. Danach zeigt dir der Barrierefreiheit-Check oben, wo du technisch stehst.
Ich habe im Juli 2026 die Startseiten von 70 österreichischen KMU getestet. 93 % verstoßen automatisch messbar gegen WCAG-Mindestanforderungen, im Schnitt gegen 2 verschiedene Regeln. Die ganze Auswertung findest du in meinem Artikel zum Barrierefreiheitsgesetz. Hier die häufigsten Probleme und ihre Lösungen.
Der häufigste Fehler überhaupt. 67 % der getesteten KMU-Websites haben Texte, die sich zu wenig vom Hintergrund abheben. WCAG verlangt ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift. Hellgraue Schrift auf weißem Grund fällt fast immer durch.
Die Lösung ist meist banal. Text dunkler machen oder den Hintergrund aufhellen. Mein Test zeigt dir pro Fundstelle den gemessenen Kontrastwert und rechnet dir einen passenden Farbwert aus, den du direkt übernehmen kannst.
Tipp aus der Praxis
Kontrast-Probleme entstehen oft nicht im Design, sondern schleichend, etwa durch ein neues Farbschema, einen Button vom Baukasten-Theme oder ein Banner vom Plugin. Teste deshalb nach jeder größeren Änderung neu, der Check oben ist dafür gedacht.
Auf 57 % der getesteten Seiten gibt es Links, bei denen ein Screenreader nur “Link” vorliest, typischerweise Icon-Links zu Social Media, Telefon-Symbole oder verlinkte Logos ohne Text. Für blinde Nutzer ist so ein Link ein Glücksspiel.
Die Lösung ist ein aria-label an jedem Icon-Link, zum Beispiel aria-label="Ruf uns an". Bei verlinkten Bildern reicht ein guter Alternativtext des Bildes.
Bei 23 % der getesteten Websites fehlen Alternativtexte. Ohne alt-Attribut bleibt das Bild für Screenreader-Nutzer unsichtbar und Suchmaschinen verstehen es ebenfalls nicht. Beschreibe in einem Satz, was zu sehen ist, und lass das Attribut bei rein dekorativen Bildern bewusst leer (alt=""), damit es nicht stört. Gute Alt-Texte sind übrigens ein unterschätzter SEO-Hebel.
Jede fünfte getestete Website sperrt das Zoomen am Smartphone komplett (user-scalable=no). Für Menschen mit Sehschwäche ist das eine harte Barriere, und nötig ist es nie. Entferne die Sperre aus dem Viewport-Meta-Tag, prüfe, dass Buttons und Links mindestens 24 mal 24 Pixel groß sind (besser 44), und achte darauf, dass die Seite bei schmalen Bildschirmen nicht seitlich hinausragt. Mein Test prüft alle drei Punkte in der simulierten Smartphone-Ansicht.
Formularfelder, die nur einen Platzhalter-Text haben, verlieren ihre Beschriftung genau dann, wenn man zu tippen beginnt. Verknüpfe jedes Feld mit einem echten <label>, kennzeichne Pflichtfelder nicht nur farblich und formuliere Fehlermeldungen so, dass klar ist, was zu korrigieren ist. Gerade bei Kontakt- und Buchungsformularen entscheidet das nicht nur über Barrierefreiheit, sondern direkt über deine Anfragen.
Viele Menschen bedienen Websites ohne Maus, dauerhaft wegen einer Einschränkung oder situativ mit einem gebrochenen Arm. Dafür muss jedes Bedienelement per Tab erreichbar sein und der Fokus sichtbar bleiben. Der Klassiker unter den Fehlern ist ein globales outline: none im CSS, das den Fokus-Rahmen entfernt, weil er “nicht schön” aussah. Ersetze ihn durch einen gestalteten Fokus-Stil statt ihn zu löschen, und biete idealerweise einen “Zum Inhalt springen”-Link als ersten Tab-Stopp an.
KI-generiertes Symbolbild
Ein Report mit zwanzig Fundstellen kann erschlagen. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Probleme im Template stecken und mit einer Korrektur auf allen Seiten behoben sind. So priorisierst du sinnvoll.
Tab durch die ganze Seite. Siehst du immer, wo du gerade bist? Kommst du überall hin und wieder heraus?Bitte beachte die Datenschutzerklärung bevor du dich für den Newsletter anmeldest.
Fällt deine Website unter das Barrierefreiheitsgesetz, musst du Informationen darüber bereitstellen, wie dein Angebot die Barrierefreiheitsanforderungen erfüllt. Bewährt hat sich dafür eine eigene, im Footer verlinkte Seite “Erklärung zur Barrierefreiheit” mit vier Bausteinen. Mit meinem kostenlosen Barrierefreiheitserklärung-Generator hast du so eine Seite in etwa zehn Minuten fertig, mit allen Pflichtangaben nach BaFG. Hinein gehören der angestrebte Standard (etwa WCAG 2.1 AA nach EN 301 549), die Inhalte, die noch nicht barrierefrei sind, samt Begründung, eine Kontaktmöglichkeit, über die Besucher Barrieren melden können, und das Datum der letzten Überprüfung.
Bist du vom Barrierefreiheitsgesetz betroffen?
Beantworte ein paar Fragen und du weißt in einer Minute, ob deine Website unter das Gesetz fällt. Danach zeigt dir der Barrierefreiheit-Check oben, wo du technisch stehst.
Außerhalb des BaFG ist so eine Erklärung freiwillig, wirkt aber auch dort. Sie zeigt Besuchern mit Einschränkungen, dass sie ernst genommen werden, und dir selbst gibt sie einen dokumentierten Stand, auf dem du aufbauen kannst. Wichtig ist aber die Reihenfolge, denn die Erklärung ersetzt keine Behebung. Eine geschönte Erklärung über einer Website voller Barrieren schützt weder vor der Marktüberwachung noch vor verlorenen Kunden.
Nein.
Overlay-Widgets legen per Skript eine Werkzeugleiste über die Website (Schrift vergrößern, Kontrast umschalten) und versprechen, Barrieren automatisch zu reparieren. Die eigentlichen Fehler im Quellcode bleiben dabei aber bestehen. Das Overlay Fact Sheet, unterzeichnet von über 1.000 Barrierefreiheits-Fachleuten, hält fest, dass vollständige WCAG-Konformität mit einem Overlay nicht erreichbar ist, und das European Disability Forum und die IAAP stellen in einem gemeinsamen Statement klar, dass Overlays eine Website nicht konform mit europäischem Barrierefreiheitsrecht machen.
Meine Meinung dazu
Ein Overlay kaufst du vor allem, um ein Problem nicht lösen zu müssen. Das Geld ist in der Behebung der häufigsten echten Fehler fast immer besser investiert, die meisten davon sind Stunden-, keine Wochenprojekte. Der Check oben zeigt dir gratis, welche das auf deiner Website sind.
Barrieren kosten Kunden, und zwar leise. Laut der britischen Click-Away-Pound-Studie verlassen 69 % der Konsumenten mit Behinderung eine Website sofort, wenn sie auf Barrieren stoßen, und nur 8 % melden das Problem. Du erfährst also in der Regel nie, warum die Anfrage ausgeblieben ist.
Dazu kommt die Überschneidung mit der Suchmaschinenoptimierung. Einen automatischen Ranking-Bonus für Barrierefreiheit gibt es zwar nicht, aber Alternativtexte, saubere Überschriften-Hierarchien, sprechende Linktexte und gute mobile Bedienbarkeit sind zugleich WCAG-Anforderungen und bewährte SEO-Praxis, ein guter Teil der Arbeit zahlt also doppelt ein. Und aus meiner Erfahrung sind viele Barrierefreiheits-Fixes gleichzeitig Conversion-Fixes. Ein Kontaktformular mit echten Beschriftungen und klaren Fehlermeldungen bringt messbar mehr abgeschickte Anfragen als eines, bei dem Besucher raten müssen, warum das Absenden nicht klappt.
Nein. Kein automatisches Tool kann WCAG- oder BaFG-Konformität abschließend feststellen. Ob Inhalte verständlich sind, Abläufe logisch funktionieren und Videos brauchbare Untertitel haben, kann nur eine manuelle Prüfung beurteilen.
Der Score ist trotzdem der richtige Startpunkt. Ein niedriger Wert ist ein starkes Warnsignal, denn er zeigt automatisch nachweisbare Barrieren, die auch bei einer manuellen Prüfung auffallen. Ob deine Website überhaupt unter das Gesetz fällt, klärst du mit meinem BaFG-Selbsttest.
Nein. Die meisten Fehler stecken im Template (Menü, Footer, Farbschema, Formulare) und tauchen deshalb auf allen Seiten gleich auf. Eine Korrektur im Template behebt sie überall auf einmal.
Sinnvoll ist eine kleine Auswahl. Teste die Startseite, eine typische Inhaltsseite und alle Seiten, auf denen Besucher etwas tun sollen, bei einem Webshop etwa Produktseite, Warenkorb, Checkout und Kontaktformular. Gib dafür einfach die vollständige Adresse der jeweiligen Unterseite ein, zum Beispiel meine-website.at/kontakt.
Der Test dauert meist unter einer Minute, das Ergebnis erscheint direkt hier auf der Seite. Du brauchst weder eine Anmeldung noch eine E-Mail-Adresse, geprüft wird jede öffentlich erreichbare Website. Der Bericht samt Screenshots wird nur dir im Browser angezeigt und nirgends veröffentlicht.
Ja. Der Test prüft die fertig gerenderte Seite in einem echten Browser, also genau das, was deine Besucher sehen. Mit welchem System die Website gebaut wurde, spielt dafür keine Rolle.
Unterschiede gibt es erst beim Beheben. In WordPress lassen sich Alt-Texte in der Mediathek pflegen und Kontraste oft über Theme-Einstellungen oder wenige Zeilen CSS korrigieren. In Baukästen wie Wix, Jimdo oder in fertigen Shopify-Themes bist du an die Möglichkeiten des Anbieters gebunden, manche Barrieren, etwa fest verdrahtete Kontraste oder fehlende Beschriftungen im Theme, lassen sich dort nur eingeschränkt beheben.
Nach jeder größeren Änderung, also bei neuem Design, neuen Seiten, neuen Plugins oder einem geänderten Farbschema. Viele Barrieren entstehen nicht beim ursprünglichen Aufbau, sondern schleichen sich später ein, etwa durch ein Banner-Plugin oder einen neuen Button-Stil.
Ändert sich wenig, reicht ein regelmäßiger Rhythmus, zum Beispiel einmal pro Quartal. Wenn deine Website unter das Barrierefreiheitsgesetz fällt, solltest du die Ergebnisse zusätzlich dokumentieren, damit du Verbesserungen nachweisen kannst.
Die WCAG sind der weltweite Standard des W3C für barrierefreie Web-Inhalte. Version 2.2 baut auf 2.1 auf und ergänzt unter anderem Kriterien zu Mindestgrößen von Touch-Zielen, sichtbarem Tastatur-Fokus und einfacheren Login-Verfahren. Die EN 301 549 ist die europäische Norm, die für Websites im Kern auf die WCAG verweist. Auf sie stützen sich das österreichische Barrierefreiheitsgesetz und die EU-Richtlinien.
Aktuell verweist die harmonisierte EN 301 549 auf WCAG 2.1 AA, der Entwurf der Nachfolgeversion hebt den Maßstab auf WCAG 2.2 an. Mein Test prüft deshalb bereits gegen WCAG 2.2 und deckt damit beide Stände ab.
Beide setzen dieselbe EU-Richtlinie um, den European Accessibility Act (Richtlinie (EU) 2019/882), und gelten seit dem 28. Juni 2025. In Österreich heißt die Umsetzung Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), in Deutschland Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Die technischen Anforderungen sind praktisch identisch, beide stützen sich über die EN 301 549 auf die WCAG.
Unterschiede gibt es bei Behörden und Strafen. In Österreich überwacht das Sozialministeriumservice mit Strafen bis 80.000 €, in Deutschland sind es die Marktüberwachungsbehörden der Länder mit Strafen bis 100.000 €. Wenn du in deutschen Artikeln vom BFSG liest, gelten die technischen Aussagen also fast 1:1 auch für Österreich, und der Test oben prüft in beiden Fällen dieselben WCAG-Kriterien.
Wenn deine Website unter das Barrierefreiheitsgesetz fällt und das PDF Teil der Dienstleistung ist (Preislisten, Formulare, Vertragsunterlagen, Anleitungen), dann ja. Ein eingescanntes oder unstrukturiertes PDF ist für Screenreader ein schwarzes Loch.
Der einfachste Weg ist oft, den Inhalt direkt als Webseite anzubieten statt als PDF, HTML ist von Haus aus besser zugänglich. Wo es ein PDF sein muss, achte auf ein "getaggtes" PDF mit echter Textebene, Überschriften-Struktur und Alternativtexten.
Drei einfache Selbsttests decken erstaunlich viel ab. Lege die Maus weg und bediene deine Website nur mit der Tab-Taste (siehst du immer, wo du bist?), zoome im Browser auf 200 % (bleibt alles lesbar und bedienbar?) und stell dir bei jedem Bild die Frage, ob sein Alternativtext das Bild ersetzt.
Für den Screenreader-Test brauchst du nichts zu installieren. Am iPhone und Mac ist VoiceOver eingebaut, für Windows gibt es den kostenlosen NVDA. Schon fünf Minuten Zuhören zeigen dir, wie sich deine Website für blinde Besucher anfühlt. Eine Anleitung mit Praxisbeispielen findest du weiter oben bei den fünf Selbsttests.
Das hängt stark vom Zustand ab. Viele der häufigsten Barrieren sind Stunden-, keine Wochenprojekte, etwa Kontraste anpassen, Alt-Texte ergänzen oder Formular-Beschriftungen nachrüsten. Teuer wird es meist erst, wenn das Grundgerüst der Website veraltet ist und jede Korrektur zur Bastelei wird.
In dem Fall ist ein Neustart oft günstiger als die Reparatur. Ich baue Websites von Grund auf barrierefrei zum Fixpreis ab 1.500 €, und wenn dir dein Design gefällt und nur die Technik dahinter Barrieren macht, baue ich deine bestehende Website 1:1 nach, auf sauberer technischer Basis. Und es gibt Förderungen für Websites in Österreich, die auch barrierefreie Umsetzungen abdecken.
Einen automatischen Ranking-Bonus für Barrierefreiheit gibt es nicht, aber die Überschneidung ist groß. Alternativtexte, saubere Überschriften-Struktur, sprechende Linktexte und gute mobile Bedienbarkeit sind gleichzeitig WCAG-Anforderungen und bewährte SEO-Praxis. Wer Barrieren abbaut, macht seine Website also nebenbei auch für Suchmaschinen verständlicher.
Sieh es als solides Fundament, auf dem Suchmaschinenoptimierung besser wirkt. Und eine Website, die alle gut bedienen können, verwandelt Besucher öfter in Anfragen, unabhängig vom Ranking.
Zeigt dir vor dem Druck, ob die Empfängeradresse deines Brief-PDFs im Sichtfenster des Umschlags sitzt, für alle gängigen DIN-Formate. Dazu alles über Faltarten und Abstände nach DIN 5008.
Prüft in Sekunden, ob deine Website Google Fonts ohne Zustimmung von Google-Servern lädt und damit abmahngefährdet ist. Inklusive Anleitung, wie du die Schriften DSGVO-konform einbindest.
Erstellt dein Impressum für österreichische Websites nach ECG, MedienG, UGB und GewO. Auf Wunsch mit Daten direkt aus Firmenbuch, GISA und UID-Register, Export als Text, HTML oder Word.
Stell dir deine Website in zwei Minuten zusammen und sieh sofort, was sie bei mir kostet. Dazu die aktuellen Marktpreise für Freelancer, Agenturen und Baukästen in Österreich.
Wähle Bundesland, Projektart und Projektkosten und sieh live, wie viel Zuschuss pro Förderprogramm möglich wäre, von KMU.DIGITAL bis zu den Landesprogrammen, inklusive pausierter Töpfe.
Maximal vier Fragen und du weißt in unter einer Minute, ob deine Website unter das Barrierefreiheitsgesetz fällt: betroffen, ausgenommen oder Graubereich, mit klarer Einstufung für Österreich.