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Budget ausgeschöpft, ab 2027 eingestellt

Stand: 29.09.2026 · Quelle: kmudigital.at

KMU.DIGITAL Förderung endet: Was jetzt für deine Website und laufende Zusagen gilt

KMU.DIGITAL war die wichtigste Digitalisierungsförderung Österreichs, mit bis zu 6.000 € Zuschuss für die Umsetzung und bis zu 1.400 € für die Beratung davor. Das Budget ist ausgeschöpft und laut Förderstelle wird das Programm ab 2027 nicht fortgeführt. Hier erfährst du, was das für dein Website-Projekt heißt, worauf du mit einer laufenden Förderzusage achten musst und welche Alternativen bleiben. Den Status siehst du oben im Badge.

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Logo der KMU.DIGITAL Förderung für die Digitalisierung von Klein- und Mittelunternehmen in Österreich

Was ist KMU.DIGITAL?

KMU.DIGITAL ist das Förderprogramm des Bundes für die Digitalisierung von Klein- und Mittelunternehmen, das mit Ende 2026 ausläuft. Getragen wird es vom Wirtschaftsministerium (BMWET) gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und abgewickelt über die Austria Wirtschaftsservice (aws). Das Programm bestand aus zwei Modulen, die aufeinander aufbauten: einer geförderten Beratung durch zertifizierte Berater und einer Umsetzungsförderung für das konkrete Digitalisierungsprojekt, etwa eine neue Website, einen Webshop oder ein Buchungssystem.

Im Mai 2024 startete die vierte und letzte Programmphase mit einem Budget von 35 Millionen Euro für 2024 bis 2026, aufgeteilt auf zwei Förderschienen:

  • KMU.DIGITAL 4.0 für klassische Digitalisierung
  • KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN für Projekte mit Nachhaltigkeitsbeitrag

Seit dem Start 2017 wurden laut Wirtschaftsministerium über 32.500 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen mit mehr als 32,5 Millionen Euro gefördert.

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Gut zu wissen

Die Zielgruppe ist riesig. Laut KMU Forschung Austria sind 99,7% aller österreichischen Unternehmen Klein- oder Mittelunternehmen, das waren 2024 rund 604.100 Betriebe mit fast 2,5 Millionen Beschäftigten. KMU.DIGITAL richtete sich also an praktisch jedes Unternehmen im Land, vom EPU bis zum Mittelständler.

Wird KMU.DIGITAL 2027 fortgeführt?

Nein. Laut kmudigital.at wird das Förderprogramm ab 2027 nicht fortgeführt, als Grund nennt die Förderstelle die Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt. Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist vollständig ausgeschöpft, neue Anträge für Beratung und Umsetzung sind nicht mehr möglich. Ein Nachfolgeprogramm war bei meiner letzten Prüfung am 29. September 2026 nicht angekündigt.

Das Budget wurde in Tranchen freigegeben und streng nach dem First-come-first-served-Prinzip vergeben. Wie schnell die Töpfe leer waren, hat das letzte Jahr gezeigt:

12. Jänner 2026: Beratungsförderung öffnet

Neue Fördermittel für das Modul Beratung werden freigegeben, das Budget ist nach kurzer Zeit ausgeschöpft.

7. Mai 2026: Umsetzungsförderung öffnet

Laut Wirtschaftsministerium startet eine neue Einreichphase für Umsetzungsprojekte, auch diese Tranche ist nach wenigen Wochen vergriffen.

Ab 2027: Programm wird nicht fortgeführt

Die Förderstelle verweist auf die Konsolidierung des Bundeshaushalts, die Förderperiode 2024 bis 2026 war damit die letzte.

Für bereits bewilligte Projekte ändert sich nichts. Die Richtlinien gelten für die Abwicklung weiter (Beratung bis Ende 2027, Umsetzung bis Ende 2028), wer eine Zusage hat, setzt sein Projekt also wie geplant um und rechnet ab. Worauf du dabei achten musst, liest du weiter unten.

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Wichtig

Verlasse dich nicht auf Blogartikel oder Agentur-Websites, wenn es um den Status geht, auch nicht auf diese Seite. Förderfenster öffnen und schließen innerhalb von Wochen. Verbindlich ist immer nur kmudigital.at und der aws Fördermanager.

So viel Geld gab es bei KMU.DIGITAL wirklich

Die Förderung bestand aus zwei Modulen mit klar gedeckelten Beträgen. Für laufende Zusagen gelten sie weiter, jeweils je Förderschiene (4.0 und 4.0 & GREEN):

Modul 1: Beratungsförderung

Status- und Potenzialanalyse: 80% der Kosten, max. 400 € pro Unternehmen. Strategieberatung: 50% der Kosten, max. 1.000 € pro Unternehmen. Für ein Projekt sind das zusammen 1.400 €. Die oft zitierten 3.000 € sind ein Gesamtdeckel je Förderschiene über alle Förderperioden ab KMU.DIGITAL 3.1, jedes Tool ist nur einmal förderbar.

Modul 2: Umsetzungsförderung

30% der Projektkosten, max. 6.000 € je Förderschiene. Projektkosten zwischen 2.000 € und 30.000 € (exkl. USt). Voraussetzung: eine vorab ausbezahlte KMU.DIGITAL Beratung.

Ein konkretes Beispiel: Eine Bäckerei in Wels hat im Mai 2026 die Umsetzungsförderung für eine neue Website mit Online-Vorbestellung um 4.000 € beantragt. Die Förderung bringt 30%, also 1.200 € Zuschuss, die Beratungsförderung hat davor schon den Großteil der verpflichtenden Beratung übernommen. Ausbezahlt wird der Zuschuss erst nach der Abrechnung.

Emoji mit Ruf- und Fragezeichen

Häufiger Irrtum

Im Netz kursieren Versprechen wie "bis zu 9.000 €" oder sogar "12.000 € KMU.DIGITAL Förderung". Solche Summen entstehen nur, wenn man Beratungs- und Umsetzungsförderung über beide Förderschienen zusammenzählt. Die Richtlinie deckelt bei 6.000 € Umsetzung je Schiene, und bei der Beratung sind für ein Projekt 1.400 € drin (400 € Analyse plus 1.000 € Strategieberatung). Auch die 3.000 € Beratungsdeckel je Schiene liest man oft als Einzelbetrag, erreichbar sind sie aber nur über mehrere Förderperioden hinweg.

Voraussetzungen: Wer bekam die Förderung?

Die Einstiegshürden waren bewusst niedrig, die meisten Selbstständigen erfüllten alle vier Punkte ohne weiteres Zutun. Die Landesprogramme, die jetzt übrig bleiben, sind deutlich strenger.

KMU nach EU-Definition

Weniger als 250 Mitarbeiter und entweder max. 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder max. 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Auch EPU zählen dazu.

Standort in Österreich

Sitz oder Betriebsstätte in Österreich genügt, egal ob in Graz, Innsbruck oder am Land. Gefordert ist eine gewerbliche Tätigkeit oder ein freier Beruf.

Behördliche GLN

Die Global Location Number stammt aus demselben GS1-System wie die Strichcodes im Supermarkt. Die Statistik Austria vergibt sie automatisch an jedes österreichische Unternehmen, nachschlagen kannst du sie im WKO Firmen A-Z.

De-minimis-Spielraum

Die Förderung läuft als De-minimis-Beihilfe, laut EU-Verordnung 2023/2831 sind max. 300.000 € Beihilfen in drei Jahren erlaubt. Für kleine Betriebe praktisch nie ein Problem.

Ausgeschlossen waren nur wenige: Unternehmen, deren Kerngeschäft ausschließlich auf digitalen Geschäftsmodellen basiert (Software-Firmen, App-Anbieter, Plattformen, Fintechs), außerdem die Land- und Forstwirtschaft sowie Unternehmen in Insolvenz. Alle anderen, vom Tischler bis zum Steuerberater, waren grundsätzlich förderfähig.

Was wurde gefördert? Website, Webshop, SEO und Co

Die förderbaren Kosten der Umsetzungsförderung lesen sich wie ein Webprojekt-Pflichtenheft. Wer noch abrechnet, sollte die Abgrenzung zur nicht förderbaren Seite genau kennen:

Förderbar

Die Erstellung einer neuen Website, inklusive barrierefreier Umsetzung, seit dem Barrierefreiheitsgesetz ohnehin Pflichtthema

Der Aufbau eines Webshops inklusive Bezahl- und Versandschnittstellen

Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Marketing

Digitalisierungspakete, etwa Homepage plus Buchungs- oder Warenwirtschaftssystem

(Cloud-)Softwarelizenzen und laufende Kosten, allerdings nur für 12 Monate ab Antragstellung

Nicht förderbar

Reine Content- oder Design-Updates einer bestehenden Website

Bezahlte Suchmaschinenwerbung wie Google Ads

IT-Grundausstattung wie Notebooks und Standardsoftware

Personalkosten und Eigenleistungen

Einzelrechnungen unter 150 €, auch wenn die Leistung selbst förderbar wäre

Die Logik dahinter: Gefördert wird der externe Aufbau von etwas Neuem, nicht die Pflege des Bestehenden. Und weil Rechnungen unter 150 € aus der Abrechnung fallen, zahlt es sich aus, das Projekt gebündelt bei einem Anbieter zu beauftragen statt zerstückelt bei fünf.

Geldsack-Emoji

Achtung: Kostengrenzen

Die Kostengrenzen von 2.000 € bis 30.000 € gelten für die tatsächliche Abrechnung, nicht für den beantragten Wert. Liegen deine abgerechneten Projektkosten am Ende darüber oder darunter, gilt der Fördervertrag als widerrufen und der gesamte Zuschuss ist weg. Wer während des Projekts begeistert Features nachbestellt, sollte Zusatzwünsche deshalb vorher mit dem Webdesigner abstimmen.

Laufende Förderzusage: In 4 Schritten zur Auszahlung

Du hast deinen Antrag noch rechtzeitig gestellt? Dann kommt es jetzt auf Fristen und Belege an.

Beratung abschließen und abrechnen

2 bis 3 Monate Zeit Du & Berater

Ab der Reservierungszusage hast du 2 Monate Zeit bei der Potenzialanalyse und 3 Monate bei der Strategieberatung.

Projekt umsetzen und bezahlen

12 Monate ab Antrag Du & Webdesigner

Der Antragstag ist der Anerkennungsstichtag. Lieferung, Rechnung und Zahlung müssen alle danach liegen.

Kostengrenzen im Blick behalten

laufend Du & Webdesigner

Die abgerechneten Projektkosten müssen zwischen 2.000 € und 30.000 € (exkl. USt) liegen, Einzelrechnungen unter 150 € zählen nicht mit.

Abrechnen und Auszahlung

binnen 2 Monaten Du

Nach Projektabschluss rechnest du im aws Fördermanager mit Rechnungen, Zahlungsnachweisen und Bericht ab. Danach wird ausbezahlt.

Glühbirnen-Emoji

Mein Tipp

Reichst du bei einem Landesprogramm ein, gilt dieselbe Grundregel wie bei KMU.DIGITAL. Hol dir das Angebot für dein Projekt vor dem Förderantrag, aber unterschreibe nichts. Eine Beauftragung oder Anzahlung vor dem Anerkennungsstichtag macht das Projekt unwiderruflich förderunfähig. Die Reihenfolge ist immer erst Antrag, dann Auftrag.

KMU.DIGITAL Förderung in Zahlen

Das Wirtschaftsministerium hat am 7. Mai 2026 eine detaillierte Bilanz der laufenden Programmphase veröffentlicht: Seit dem Relaunch im Mai 2024 wurden rund 26.500 Anträge gestellt und etwa 18.200 Anträge mit rund 18,1 Millionen Euro ausbezahlt. Auf die Beratungsförderung entfielen rund 23.600 Anträge (16.400 bewilligt, 10,5 Millionen Euro), auf die Umsetzungsförderung rund 2.900 Anträge (1.800 Projekte, 7,6 Millionen Euro). Rechnet man diese Werte weiter, zeigt sich, wie die Förderung in der Praxis verteilt wird:

~995 €

beträgt die durchschnittliche ausbezahlte Förderung über alle Anträge. Die vielen kleinen Beratungsförderungen drücken den Schnitt unter die 1.000-Euro-Marke.

~4.200 €

bekommt ein durchschnittliches Umsetzungsprojekt ausbezahlt (7,6 Mio. € / 1.800 Projekte). Das ist mehr als das Sechsfache einer durchschnittlichen Beratungsförderung von rund 640 €.

~14.000 €

Projektvolumen steckt rechnerisch hinter einem durchschnittlichen Umsetzungsprojekt (4.200 € Zuschuss bei 30% Förderquote). Bei mir bist du da natürlich deutlich günstiger unterwegs :)

~11%

der Anträge entfallen nur auf die Umsetzungsförderung (2.900 von 26.500). Fast neun von zehn Anträgen entfallen auf die kleine Beratungsförderung, nicht auf das große Geld.

Eigene Berechnungen auf Basis der Presseaussendung von BMWET und aws vom 07.05.2026 (gerundete offizielle Werte).

Spannend finde ich den letzten Wert. Nur etwa jeder neunte Antrag zielte auf die Umsetzungsförderung. Die große Mehrheit hat sich um die kleine Beratungsförderung beworben, bei der Website selbst ist das Geld also viel seltener angekommen, als die Werbung rund um KMU.DIGITAL vermuten ließ.

Alternativen zu KMU.DIGITAL: Was jetzt noch gefördert wird

Für eine reine Website bleibt nach KMU.DIGITAL nur die Steiermark. In den anderen Bundesländern wird die Website höchstens als Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts mitgefördert. Das sind die Programme, die ich am 29. September 2026 bei den Förderstellen geprüft habe:

Steiermark: Website ausdrücklich förderbar

Die SFG fördert über Lebens!Nah Website und Online-Shop von Nahversorgern mit 30%, max. 2.500 €. Junge, innovative Unternehmen bekommen über Start!Klar 20 bis 25%.

Wien: Website als Teil des Projekts

Die Wirtschaftsagentur Wien zahlt 50%, max. 50.000 €, für Digitalisierungsprojekte ab 10.000 €. Website oder Webshop als Einzelmaßnahme sind ausgeschlossen.

Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol

Alle drei Länder fördern Digitalisierung, etwa Datennutzung, Warenwirtschaft oder IT-Security. Die Website selbst bleibt außen vor, in Niederösterreich und Tirol steht das ausdrücklich in den Richtlinien.

Beratung statt Umsetzung

Wer vor allem die geförderte Beratung gesucht hat, findet Ersatz beim digi Assistent in Niederösterreich (max. 3.300 €) und beim Strategie.IMPULS in Kärnten (50%, max. 7.500 €).

Alle 17 Programme samt Status, Kostengrenzen und Ausschlüssen findest du in meiner Übersicht. Was für dein Bundesland und deine Projektkosten drin ist, checkst du am schnellsten mit dem Förder-Rechner auf meiner Förderungs-Übersicht. Ich melde mich außerdem per Newsletter, falls der Bund doch noch ein Nachfolgeprogramm auflegt.

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Meine Empfehlung

Ich erlebe immer wieder, dass Unternehmer ihr Website-Projekt monatelang aufschieben, weil "vielleicht bald wieder eine Förderung kommt". Rechne ehrlich: Eine Website, die dir zwei Anfragen pro Monat bringt, hat den entgangenen Zuschuss oft schon nach einem Quartal eingespielt. Plane die Förderung als Bonus ein, nicht als Voraussetzung.

Als Webdesigner in Wien stehe ich dir gerne für weitere Fragen zur Seite. Bei mir kannst du auch gleich euren neuen Webauftritt erstellen lassen.

Häufige Fragen zur KMU.DIGITAL Förderung 2026

Was ist die KMU.DIGITAL Förderung genau?
KMU.DIGITAL ist das Digitalisierungs-Förderprogramm des österreichischen Bundes für Klein- und Mittelunternehmen, getragen vom Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftskammer. Es förderte in zwei Modulen, zuerst eine Beratung durch zertifizierte Berater (bis zu 1.400 €), danach die Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts mit 30 Prozent der Kosten und maximal 6.000 € je Förderschiene.

Förderbar waren unter anderem Website-Erstellung, Webshops, SEO und Digitalisierungspakete. Das Programm lief seit 2017, ist ausgeschöpft und wird ab 2027 nicht fortgeführt.

Ist KMU.DIGITAL ausgeschöpft und wann kann ich wieder einreichen?
Nach heutigem Stand gar nicht mehr. Laut kmudigital.at ist das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 vollständig ausgeschöpft, und wegen der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt wird das Programm ab 2027 nicht fortgeführt (Stand: 29. September 2026). Die letzten Tranchen öffneten am 12. Jänner 2026 für die Beratung und am 7. Mai 2026 für die Umsetzung, beide waren nach wenigen Wochen vergriffen.

Die Richtlinien gelten nur noch für die Abwicklung bewilligter Projekte, bei der Beratung bis Ende 2027 und bei der Umsetzung bis Ende 2028. Verbindliche Statusmeldungen findest du ausschließlich auf kmudigital.at. Plane dein Website-Projekt deshalb ohne diesen Zuschuss.

Wie hoch war die KMU.DIGITAL Förderung maximal?
Die Umsetzungsförderung betrug 30 Prozent der Projektkosten, maximal 6.000 € je Förderschiene, bei Projektkosten zwischen 2.000 € und 30.000 € exklusive Umsatzsteuer. Dazu kommt die Beratungsförderung: 80 Prozent bei der Potenzialanalyse (max. 400 €) und 50 Prozent bei der Strategieberatung (max. 1.000 €), für ein Projekt also 1.400 €. Der oft genannte Deckel von 3.000 € je Schiene galt über alle Förderperioden ab KMU.DIGITAL 3.1.

Es gab zwei Förderschienen, KMU.DIGITAL 4.0 und KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN. Werbeversprechen wie "12.000 € Förderung" haben einfach alle Töpfe zusammengezählt. Für laufende Zusagen gelten die Beträge aus deinem Fördervertrag.

Ich habe die Beratung gemacht, bekomme ich noch die Umsetzungsförderung?
Nein, wenn du den Antrag auf Umsetzungsförderung nicht schon gestellt hast. Das Budget ist ausgeschöpft, neue Anträge nimmt die Förderstelle nicht mehr an, auch nicht von Betrieben mit abgeschlossener und ausbezahlter KMU.DIGITAL Beratung.

Umsonst war die Beratung trotzdem nicht. Den Fahrplan aus der Beratung kannst du für ein Landesprogramm oder für die Umsetzung ohne Zuschuss weiterverwenden. Ob ein Landesprogramm die KMU.DIGITAL Beratung als Konzept anerkennt, klärst du direkt mit der jeweiligen Förderstelle.

Welche Förderung gibt es für EPU nach KMU.DIGITAL?
Für EPU wird es eng, denn KMU.DIGITAL war das einzige Programm, das auch kleine Website-Projekte ab 2.000 € gefördert hat. Die Landesprogramme verlangen meist Projektkosten ab 5.000 € bis 12.000 € und schließen reine Websites aus.

Eine Ausnahme ist die Steiermark. Dort fördert die SFG über Lebens!Nah Websites von Nahversorgern schon ab 3.000 € Projektkosten. Ob Coach in Graz oder Fotografin in Innsbruck, rechne dein Projekt so, dass es sich auch ohne Zuschuss trägt.

Was passiert, wenn mein Projekt teurer wird als geplant?
Vorsicht, das betrifft alle mit laufender Förderzusage. Überschreiten deine abgerechneten Projektkosten die Obergrenze von 30.000 € (exkl. USt), gilt der Fördervertrag als widerrufen und du verlierst den gesamten Zuschuss. Dasselbe passiert, wenn du die Untergrenze von 2.000 € unterschreitest.

Es zählt nicht der beantragte Wert, sondern die tatsächliche Abrechnung. Plane dein Projekt deshalb mit Puffer innerhalb der Grenzen und stimme Zusatzwünsche während der Umsetzung vorher mit deinem Webdesigner und gegebenenfalls der Förderstelle ab.

Ich habe eine Förderzusage, was muss ich jetzt beachten?
Deine Zusage bleibt gültig, das Ende des Programms betrifft nur neue Anträge. Du hast ab dem Antrag 12 Monate Zeit für die Umsetzung und rechnest danach binnen 2 Monaten im aws Fördermanager ab. Lieferung, Rechnung und Zahlung müssen nach dem Anerkennungsstichtag liegen.

Achte auf die Kostengrenzen von 2.000 € bis 30.000 € (exkl. USt) und darauf, dass Einzelrechnungen unter 150 € nicht zählen. Verpasst du eine Frist, ist der Zuschuss weg, und neu beantragen kannst du ihn nicht mehr. Im Zweifel fragst du direkt bei der aws nach.

Gibt es einen Nachfolger oder eine Alternative zu KMU.DIGITAL?
Ein Nachfolgeprogramm des Bundes ist nicht angekündigt (Stand: 29. September 2026). Als Alternative bleiben die Programme der Bundesländer, etwa die Förderung Digitalisierung in Wien, digi4Wirtschaft in Niederösterreich, DIGITAL.PLUS 26 in Oberösterreich, die Tiroler Digitalisierungsförderung sowie Lebens!Nah und Start!Klar in der Steiermark.

Eine reine Website fördern davon nur die beiden steirischen Programme. In allen anderen Ländern muss die Website Teil eines größeren Digitalisierungsprojekts sein. Den Vergleich aller 17 Programme findest du in meiner Übersicht zur Website-Förderung.

Kann ich eine Förderung rückwirkend für meine Website beantragen?
Nein, bei keinem Programm. Bei KMU.DIGITAL zählten nur Kosten nach dem Anerkennungsstichtag, also dem Tag der Antragstellung, und genauso halten es die Landesprogramme. Bereits beauftragte oder bezahlte Leistungen sind unwiderruflich förderunfähig.

Dazu kommt, dass reine Content- oder Design-Updates einer bestehenden Website ausgeschlossen waren. Gefördert wird der Aufbau von etwas Neuem, etwa ein kompletter Relaunch, ein Webshop oder ein Buchungssystem.

Wer erstellt mir eine förderfähige Website?
Grundsätzlich jeder Anbieter, denn förderfähig sind externe Leistungen mit ordentlicher Rechnung. Wichtig ist, dass das Angebot sauber in die Fördergrenzen deines Programms passt und die Beauftragung erst nach dem Anerkennungsstichtag erfolgt. Hast du noch eine KMU.DIGITAL Zusage, liegen die Grenzen bei 2.000 € bis 30.000 € exkl. USt. Melde dich einfach unverbindlich, dann schauen wir uns dein Projekt gemeinsam an.