GLN prüfen
Schlag deine behördliche GLN im WKO Firmen A-Z nach, vergeben wird sie automatisch an jedes österreichische Unternehmen.
Budget vollständig ausgeschöpft
Stand: 11.06.2026 · Quelle: kmudigital.at
KMU.DIGITAL ist die wichtigste Digitalisierungsförderung Österreichs: bis zu 6.000 € Zuschuss für dein Umsetzungsprojekt, dazu bis zu 3.000 € für die Beratung, je Förderschiene. Hier erfährst du, wie das Programm funktioniert, wie hoch die Förderung ist, wer sie bekommt und wie der Antrag abläuft. Den tagesaktuellen Budget-Status siehst du oben im Badge.
KMU.DIGITAL ist das Förderprogramm des Bundes für die Digitalisierung von Klein- und Mittelunternehmen, getragen vom Wirtschaftsministerium (BMWET) gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und abgewickelt über die Austria Wirtschaftsservice (aws). Das Programm besteht aus zwei Modulen, die aufeinander aufbauen: einer geförderten Beratung durch zertifizierte Berater und einer Umsetzungsförderung für dein konkretes Digitalisierungsprojekt, etwa eine neue Website, einen Webshop oder ein Buchungssystem.
Seit Mai 2024 läuft die vierte Programmphase mit einem Budget von 35 Millionen Euro für 2024 bis 2026, aufgeteilt auf zwei Förderschienen:
Seit dem Start 2017 wurden laut Wirtschaftsministerium über 32.500 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen mit mehr als 32,5 Millionen Euro gefördert.
Gut zu wissen
Die Zielgruppe ist riesig. Laut KMU Forschung Austria sind 99,7% aller österreichischen Unternehmen Klein- oder Mittelunternehmen, das waren 2024 rund 604.100 Betriebe mit fast 2,5 Millionen Beschäftigten. KMU.DIGITAL richtet sich also an praktisch jedes Unternehmen im Land, vom EPU bis zum Mittelständler.
Das Budget wird in Tranchen freigegeben und streng nach dem First-come-first-served-Prinzip vergeben: Wer zuerst einreicht, bekommt den Zuschuss, bis der Topf leer ist. Ist eine Tranche ausgeschöpft, sind so lange keine neuen Anträge möglich, bis frisches Budget nachkommt. Wie schnell diese Förderfenster auf- und wieder zugehen, hat zuletzt das Jahr 2026 gezeigt:
12. Jänner 2026: Beratungsförderung öffnet
Neue Fördermittel für das Modul Beratung werden freigegeben, das Budget ist nach kurzer Zeit ausgeschöpft.
7. Mai 2026: Umsetzungsförderung öffnet
Laut Wirtschaftsministerium startet eine neue Einreichphase für Umsetzungsprojekte, auch diese Tranche ist nach wenigen Wochen vergriffen.
Ausgeschöpft heißt dabei nicht abgeschafft: Die laufende Förderperiode ist bis Ende 2026 angelegt, eine Nachdotierung innerhalb dieser Zeit ist also gut möglich, und genau darauf solltest du vorbereitet sein. Die Richtlinien selbst gelten sogar noch länger (Beratung bis Ende 2027, Umsetzung bis Ende 2028), das betrifft aber vor allem die Abwicklung bereits bewilligter Projekte. Wie du dich vorbereitest, liest du weiter unten im Praxisteil.
Wichtig
Verlasse dich nicht auf Blogartikel oder Agentur-Websites, wenn es um den Status geht, auch nicht auf diese Seite. Förderfenster öffnen und schließen innerhalb von Wochen. Verbindlich ist immer nur kmudigital.at und der aws Fördermanager.
Die Förderung besteht aus zwei Modulen mit klar gedeckelten Beträgen. Beide gelten je Förderschiene (4.0 und 4.0 & GREEN):
Modul 1: Beratungsförderung
Status- und Potenzialanalyse: 80% der Kosten, max. 400 € pro Tool. Strategieberatung: 50% der Kosten, max. 1.000 € pro Tool. Insgesamt max. 3.000 € je Förderschiene, jedes Tool nur einmal förderbar.
Modul 2: Umsetzungsförderung
30% der Projektkosten, max. 6.000 € je Förderschiene. Projektkosten zwischen 2.000 € und 30.000 € (exkl. USt). Voraussetzung: eine vorab ausbezahlte KMU.DIGITAL Beratung.
Ein konkretes Beispiel: Eine Bäckerei in Wels lässt sich eine neue Website mit Online-Vorbestellung um 4.000 € erstellen. Die Umsetzungsförderung bringt 30%, also 1.200 € Zuschuss, dazu übernimmt die Beratungsförderung den Großteil der verpflichtenden Beratung vorab. Die Beratung ist dabei kein lästiger Umweg: Ein guter Berater hilft dir auch, das Projekt richtig zu dimensionieren.
Häufiger Irrtum
Im Netz kursieren Versprechen wie “bis zu 9.000 €” oder sogar “12.000 € KMU.DIGITAL Förderung”. Solche Summen entstehen nur, wenn man Beratungs- und Umsetzungsförderung über beide Förderschienen zusammenzählt. Die Richtlinie selbst deckelt bei 6.000 € Umsetzung und 3.000 € Beratung je Schiene. Ob du beide Schienen parallel nutzen kannst, hängt von deinem Projekt ab und klärst du verbindlich mit der Förderstelle, nicht mit einer Werbeanzeige.
Die Einstiegshürden sind bewusst niedrig, die meisten Selbstständigen erfüllen alle vier Punkte ohne weiteres Zutun:
KMU nach EU-Definition
Weniger als 250 Mitarbeiter und entweder max. 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder max. 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Auch EPU zählen dazu.
Standort in Österreich
Sitz oder Betriebsstätte in Österreich genügt, egal ob in Graz, Innsbruck oder am Land. Gefordert ist eine gewerbliche Tätigkeit oder ein freier Beruf.
Behördliche GLN
Die Global Location Number stammt aus demselben GS1-System wie die Strichcodes im Supermarkt. Die Statistik Austria vergibt sie automatisch an jedes österreichische Unternehmen, nachschlagen kannst du sie im WKO Firmen A-Z.
De-minimis-Spielraum
Die Förderung läuft als De-minimis-Beihilfe, laut EU-Verordnung 2023/2831 sind max. 300.000 € Beihilfen in drei Jahren erlaubt. Für kleine Betriebe praktisch nie ein Problem.
Ausgeschlossen sind nur wenige: Unternehmen, deren Kerngeschäft ausschließlich auf digitalen Geschäftsmodellen basiert (Software-Firmen, App-Anbieter, Plattformen, Fintechs), außerdem die Land- und Forstwirtschaft sowie Unternehmen in Insolvenz. Alle anderen, vom Tischler bis zum Steuerberater, sind grundsätzlich förderfähig.
Die förderbaren Kosten der Umsetzungsförderung lesen sich wie ein Webprojekt-Pflichtenheft, die Abgrenzung zur nicht förderbaren Seite ist aber genauso wichtig:
Förderbar
Die Erstellung einer neuen Website, inklusive barrierefreier Umsetzung, seit dem Barrierefreiheitsgesetz ohnehin Pflichtthema
Der Aufbau eines Webshops inklusive Bezahl- und Versandschnittstellen
Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Marketing
Digitalisierungspakete, etwa Homepage plus Buchungs- oder Warenwirtschaftssystem
(Cloud-)Softwarelizenzen und laufende Kosten, allerdings nur für 12 Monate ab Antragstellung
Nicht förderbar
Reine Content- oder Design-Updates einer bestehenden Website
Bezahlte Suchmaschinenwerbung wie Google Ads
IT-Grundausstattung wie Notebooks und Standardsoftware
Personalkosten und Eigenleistungen
Einzelrechnungen unter 150 €, auch wenn die Leistung selbst förderbar wäre
Die Logik dahinter: Gefördert wird der externe Aufbau von etwas Neuem, nicht die Pflege des Bestehenden. Und weil Rechnungen unter 150 € aus der Abrechnung fallen, zahlt es sich aus, das Projekt gebündelt bei einem Anbieter zu beauftragen statt zerstückelt bei fünf.
Achtung: Kostengrenzen
Die Kostengrenzen von 2.000 € bis 30.000 € gelten für die tatsächliche Abrechnung, nicht für den beantragten Wert. Liegen deine abgerechneten Projektkosten am Ende darüber oder darunter, gilt der Fördervertrag als widerrufen und der gesamte Zuschuss ist weg. Wer während des Projekts begeistert Features nachbestellt, sollte Zusatzwünsche deshalb vorher mit der Agentur abstimmen.
So läuft der komplette Weg durch beide Module, sobald ein Förderfenster offen ist.
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Schlag deine behördliche GLN im WKO Firmen A-Z nach, vergeben wird sie automatisch an jedes österreichische Unternehmen.
Zertifizierten Berater auswählen
Über die offizielle KMU.DIGITAL Beratersuche der WKO. Für Website-Projekte empfiehlt sich ein Berater mit E-Commerce-Zertifizierung, Pflicht ist das Tool aber nicht.
Konto im aws Fördermanager anlegen
Über den aws Fördermanager läuft die gesamte Einreichung, von Antrag bis Abrechnung.
Beratungsförderung beantragen
Antrag stellen, Reservierungszusage abwarten und erst dann die Beratung beauftragen.
Beratung durchführen und abrechnen
Ab der Reservierungszusage hast du 2 Monate Zeit bei der Potenzialanalyse und 3 Monate bei der Strategieberatung.
Umsetzungsförderung beantragen
Erst nach ausbezahlter Beratung möglich, die Geschäftszahl der Beratung musst du im Antrag angeben. Der Antragstag ist der Anerkennungsstichtag, frühere Kosten zählen nicht.
Projekt umsetzen und bezahlen
Lieferung, Rechnung und Zahlung müssen alle nach dem Stichtag liegen.
Abrechnen und Auszahlung
Nach Projektabschluss mit Rechnungen, Zahlungsnachweisen und Bericht abrechnen. Danach wird ausbezahlt.
Unser Tipp
Hol dir das Angebot für dein Projekt schon vor dem Förderantrag ein, aber unterschreibe nichts. Du brauchst realistische Projektkosten für den Antrag, doch eine Beauftragung oder Anzahlung vor dem Anerkennungsstichtag macht das Projekt unwiderruflich förderunfähig. Die Reihenfolge ist immer: erst Antrag, dann Auftrag.
Das Wirtschaftsministerium hat am 7. Mai 2026 eine detaillierte Bilanz der laufenden Programmphase veröffentlicht: Seit dem Relaunch im Mai 2024 wurden rund 26.500 Anträge gestellt und etwa 18.200 Anträge mit rund 18,1 Millionen Euro ausbezahlt. Auf die Beratungsförderung entfielen rund 23.600 Anträge (16.400 bewilligt, 10,5 Millionen Euro), auf die Umsetzungsförderung rund 2.900 Anträge (1.800 Projekte, 7,6 Millionen Euro). Rechnet man diese Werte weiter, zeigt sich, wie die Förderung in der Praxis verteilt wird:
~995 €
beträgt die durchschnittliche ausbezahlte Förderung über alle Anträge. Die vielen kleinen Beratungsförderungen drücken den Schnitt unter die 1.000-Euro-Marke.
~4.200 €
bekommt ein durchschnittliches Umsetzungsprojekt ausbezahlt (7,6 Mio. € / 1.800 Projekte). Das ist mehr als das Sechsfache einer durchschnittlichen Beratungsförderung von rund 640 €.
~14.000 €
Projektvolumen steckt rechnerisch hinter einem durchschnittlichen Umsetzungsprojekt (4.200 € Zuschuss bei 30% Förderquote). Bei uns bist du da natürlich deutlich günstiger unterwegs :)
~11%
der Anträge entfallen nur auf die Umsetzungsförderung (2.900 von 26.500). Fast neun von zehn Anträgen entfallen auf die kleine Beratungsförderung, nicht auf das große Geld.
Für deine Planung ist der letzte Wert der wichtigste: Die Umsetzungsförderung ist deutlich weniger umkämpft als die Beratungsförderung. Nur etwa jeder neunte Antrag zielt auf den großen Topf. Wer den zweistufigen Prozess durchzieht, hat also bessere Chancen, als die Schlagzeilen über das “ausgeschöpfte Budget” vermuten lassen.
Die Tranchen 2026 haben gezeigt: Wer erst nach der Öffnung zu recherchieren beginnt, ist zu spät. Aus unserer Erfahrung entscheidet die Vorbereitung, nicht die Reaktionsgeschwindigkeit. Diese vier Punkte kannst du heute erledigen, ganz ohne offenes Förderfenster:
1. GLN nachschlagen
Im WKO Firmen A-Z findest du deine GLN in zwei Minuten, die Statistik Austria vergibt sie automatisch an jedes österreichische Unternehmen.
2. aws-Konto anlegen
Registriere dich im aws Fördermanager, damit am Stichtag keine Registrierung dazwischenfunkt.
3. Berater kontaktieren
Such dir über die KMU.DIGITAL Beratersuche einen zertifizierten Berater. Für Website-Projekte passt die Analyse “E-Commerce, Online Marketing & Social Media”.
4. Angebot einholen, nicht unterschreiben
Du brauchst belastbare Projektkosten zwischen 2.000 € und 30.000 € für den Antrag. Eine Beauftragung vor dem Stichtag macht das Projekt förderunfähig.
Den Status behältst du am einfachsten im Blick, indem du kmudigital.at gelegentlich prüfst oder unseren Newsletter abonnierst, wir melden uns, wenn sich etwas ändert. Ob für dein Projekt auch ein Landesprogramm infrage kommt, etwa in Wien oder der Steiermark, checkst du am schnellsten mit dem Förder-Rechner auf unserer Förderungs-Übersicht.
Bitte beachte unsere Datenschutzbestimmungen bevor du dich für den Newsletter anmeldest.
Unsere Empfehlung
Wir erleben immer wieder, dass Unternehmer ihr Website-Projekt monatelang aufschieben, weil “vielleicht bald wieder eine Förderung kommt”. Rechne ehrlich: Eine Website, die dir zwei Anfragen pro Monat bringt, hat den entgangenen Zuschuss oft schon nach einem Quartal eingespielt. Plane die Förderung als Bonus ein, nicht als Voraussetzung.
Als Webdesign Agentur in Wien stehen wir dir gerne für weitere Fragen zur Seite und erstellen gerne auch euren neuen Webauftritt.
Förderbar sind unter anderem Website-Erstellung, Webshops, SEO und Digitalisierungspakete. Das Programm läuft seit 2017 und ist das meistgenutzte Digitalisierungsprogramm für kleine Betriebe in Österreich.
Die laufende Förderperiode ist bis Ende 2026 angelegt, eine Nachdotierung innerhalb dieser Zeit ist also gut möglich (die Richtlinien selbst gelten für die Abwicklung sogar bis Ende 2027 beziehungsweise Ende 2028). Verbindliche Statusmeldungen findest du ausschließlich auf kmudigital.at. Bereite Berater, Angebot und aws-Konto am besten jetzt schon vor.
Es gibt zwei Förderschienen, KMU.DIGITAL 4.0 und KMU.DIGITAL 4.0 & GREEN. Werbeversprechen wie "12.000 € Förderung" zählen einfach alle Töpfe zusammen, ob du mehrere Schienen nutzen kannst, klärst du verbindlich mit der Förderstelle.
Im Antrag musst du sogar die Geschäftszahl der Beratung angeben. Plane die Beratung deshalb als ersten Schritt ein, sie wird mit bis zu 80 Prozent gefördert und liefert dir nebenbei einen sauberen Fahrplan für dein Projekt.
Du brauchst eine behördliche GLN, die du als WKO-Mitglied automatisch hast, und eine gewerbliche Tätigkeit oder einen freien Beruf. Ob Coach in Graz oder Fotografin in Innsbruck, die Förderung steht dir genauso offen wie einem 50-Mann-Betrieb.
Es zählt nicht der beantragte Wert, sondern die tatsächliche Abrechnung. Plane dein Projekt deshalb mit Puffer innerhalb der Grenzen und stimme Zusatzwünsche während der Umsetzung vorher mit deiner Agentur und gegebenenfalls der Förderstelle ab.
Spannendes Detail am Rande: Die GLN stammt aus dem GS1-System, derselben Standard-Familie wie die Strichcodes im Supermarkt. Kläre die GLN gleich zu Beginn deiner Vorbereitung, ohne sie kannst du den Antrag im aws Fördermanager nicht abschließen.
Bei der Umsetzungsförderung gilt der Maximalbetrag von 6.000 € je Förderschiene. Ob ein zweites Projekt in einer anderen Schiene möglich ist, klärst du am besten direkt mit der aws, bevor du planst, denn verbindlich ist nur deren Auskunft.
Bereits beauftragte oder bezahlte Leistungen sind unwiderruflich förderunfähig. Ein vollwertiger Website-Relaunch mit neuem Konzept ist dagegen förderbar, die Abgrenzung klärt im Zweifel der zertifizierte Berater mit dir.
Sichtfenster-Check für Briefumschläge: Kostenloser PDF-Checker für alle Größen
Alles über Briefformate, DIN-Umschläge, Sichtfenster nach DIN 680, Faltarten & DIN 5008 – inkl. kostenlosem PDF-Sichtfenster-Check.
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